Sinn Fein ist gefordert
London fordert Gewaltverzicht von der IRA

Erst wenn die IRA aller Gewalt glaubwürdig entsagt hat, kann der nordirische Friedensprozess nach den Worten des britischen Nordirlandministers Paul Murphy fortgesetzt werden. In London sagte Murphy, der politische Flügel der Terrororganisation, die Partei Sinn Fein, sei hier nun dringend gefordert.

„Die müssen zu uns kommen und uns sagen, wie um alles in der Welt sie die Kriminalität beenden wollen“, betonte der Minister.

Die IRA steht unter Druck, seit sie am 30. Januar den Belfaster Katholiken Robert McCartney ermordet und dadurch starke Proteste ausgelöst hatte. Inoffiziell hat die Polizei bestätigt, dass sie sehr wohl weiß, welche Mitglieder der Terrororganisation den Mord begangen haben sollen. Sie kann jedoch keine Beweise dafür finden, weil alle Zeugen der Tat die Aussage verweigern. McCartneys Freundin und seine fünf Schwestern warfen der IRA am Donnerstag erneut vor, die Zeugen einzuschüchtern. Ein Angebot der IRA, die Verantwortlichen selbst zu erschießen, hat in Großbritannien und Irland Empörung ausgelöst.

Das britische Unterhaus wollte an diesem Donnerstag über Geldstrafen für die Abgeordneten von Sinn Fein abstimmen. Ihnen sollen Diäten, Spesen und Vergünstigungen gestrichen werden. Der Grund dafür ist, dass die IRA für einen Bankraub in Belfast im vergangenen Dezember verantwortlich gemacht wird. Dabei hatten die Täter umgerechnet 38 Millionen Euro erbeutet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%