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Situation „angespannt“: Syrische Rebellen nehmen Iraner fest

Syrische Rebellen halten laut eines Zeitungsberichts sieben Iraner in Gefangenschaft - darunter fünf Militärexperten. Das Blutvergießen hält unterdes an, und Russland blockiert weiter eine Resolution gegen das Regime.

Die Gewalt in Syrien hat nach Schätzungen der UN bereits 5600 Tote gefordert. Quelle: Reuters
Die Gewalt in Syrien hat nach Schätzungen der UN bereits 5600 Tote gefordert. Quelle: Reuters

Kairo/BeirutIn Syrien werden anscheinend mehrere Iraner von Rebellen festgehalten. Der Vize-Chef der Armee der syrischen Deserteure, Malek al-Kurdi, sagte der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“, dass sieben Iraner in der Protesthochburg Homs festgenommen worden seien. Es handele sich um fünf Militärexperten und zwei Zivilisten. Was mit den Gefangenen geschehen soll, sagte er nicht.

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Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Donnerstag über eine Entführung von elf Pilgern in Syrien berichtet. Die syrische Opposition wirft dem Iran vor, das Regime von Baschar al-Assad im Kampf gegen die Demokratiebewegung zu unterstützen. Auch am Samstag ging das Blutvergießen in Syrien weiter. In der Nähe von Damaskus wurden nach Angaben von Aktivisten am Vormittag elf Menschen von Regierungstruppen getötet. Auch in Homs und Hama dauere der Gewalteinsatz an. Das syrische Staatsfernsehen berichtete über eine Explosion an einer Gasleitung in Deir as-Saur, 450 Kilometer östlich von Damaskus.

Am Donnerstagabend hatte der UN-Sicherheitsrat über die Eskalation in Syrien beraten. In einem auf Vorstellungen der Arabischen Liga fußenden Resolutionsentwurf werden politische Reformen und ein Ende der Gewalt gefordert. Russland ist mit dem Entwurf nicht zufrieden, und die Beratungen sollen deswegen am Montag auf Expertenebene weitergehen.

Der von Marokko eingebrachte Entwurf habe für Moskau „rote Zeilen“, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin. Dazu gehörten alle Andeutungen von Sanktionen und eines Waffenembargos. „Wir müssen uns darauf konzentrieren, einen politischen Dialog aufzubauen“, sagte Tschurkin. „Wir, die russische Delegation, sehen den Entwurf nicht als eine Basis, auf der wir zustimmen können.“ Das bedeute aber nicht, dass Russland es ablehne, sich mit den Unterstützern des Entwurfs einzulassen, sagte Tschurkin.

Arabische Welt

Als Vetomacht könnte Moskau jede noch so starke Mehrheit überstimmen und hat es zusammen mit China Anfang Oktober auch getan, um seinen Verbündeten und Waffenkunden Syrien vor Kritik zu bewahren. Tschurkin machte aber keine explizite Drohung, ein Veto einzulegen. Die Situation im Sicherheitsrat wurde als „eher angespannt“ beschrieben. In der Sondersitzung hatte Marokko einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der auch die deutsche Handschrift trägt. Er folgt im Wesentlichen einem Beschluss der Arabischen Liga vom vergangenen Wochenende.

Darin werden politische Reformen und ein Ende der Gewalt gefordert, der seit März mehr als 5600 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Den Angaben zufolge bezeichnete der russische Botschafter Witali Tschurkin den Resolutionsentwurf als enttäuschend. Er wehrte sich gegen ein Waffenembargo. Russland hatte dem international geächteten Regime gerade Kampfflugzeuge im Werte von 427 Millionen Euro verkauft. Zudem unterhält die russische Marine in Syrien einen wichtigen Stützpunkt.

„Der Plan der Arabischen Liga ist der einzige Ausweg, um das Schlimmste zu verhindern“, sagte der französische UN-Botschafter Gérard Araud. Sein deutscher Amtskollege Peter Wittig forderte ebenso Unterstützung für den Ligaplan. „Die Situation in Syrien ist furchtbar und wird jeden Tag dramatischer“, sagte der Diplomat. Jetzt gelte es, die Chance zur Überwindung der Spaltung des Rates zu nutzen.

Diplomaten zufolge einigte sich der Rat, die Beratungen am Montag, 15 Uhr (Ortszeit, 21 Uhr deutscher Zeit) auf Ebene der Experten fortzusetzen. Das könne man, so westliche Diplomaten, auch positiv sehen: „Zumindest verweigern sich die Russen nicht völlig.“

  • 28.01.2012, 21:04 UhrAnonymer Benutzer: roby

    http://www.voltairenet.org/de

    http://www.politaia.org/israel/syrische-schriftstellerin-berichtet-uber-die-vorgange-in-ihrem-land/

    Als Alternative mal was anderes lesen.

  • 28.01.2012, 15:38 UhrAnonymer Benutzer: Politinteresse

    Welchen tatsächlichen und juristischen Hintergrund hat "international geächtetes Regime"? Keinen. Es ist die "Weltgemeinschaft", die notfalls nur aus den USA samt Vasallen besteht und die Bric-Staaten mit der halben Weltbevölkerung zzgl. 150 UN-Staaten(wie auch in diesem Fall) NICHT einschließt. Was ist "international geächtet" und "Weltgemeinschaft", wenn es nur 1/6 der Staaten und 1/10 der Weltbevölkerung umfasst. Auch wenn es für einen politisch korrekten Zweck ist, ist es nicht auch eurozentrisch das einfach so im Artikel zu formulieren?

    Das ganze soll ungerechtfertigte Legitimation suggerieren.

  • 28.01.2012, 15:17 UhrAnonymer Benutzer: Demokratin

    Dieses Menschenrechte-Geschwafel glaubt doch keiner Mehr. Die bewaffnete islamistischen Terroristen, die von Assad bekämpft werden, faseln immer von Menschenrechten und Massakern an unschuldigen Frauen und Kindern. Ist man erstmal an der Macht - in letzter Zeit leider immer mit westlicher Unterstützung - dann zeigt man was die Staatsreligion Islam für ein Friedensbringer ist.
    Nur unsere peinliche Presse kriegt dann keinen mehr hoch um darüber zu berichten. Siehe Lybien, Tunesien, Ägypten.
    Hoffentlich halten die Russen und Assad durch.

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