Sitz ist Stuttgart: USA bauen Afrika-Kommando auf

Sitz ist Stuttgart
USA bauen Afrika-Kommando auf

Das US-Militär hat die Welt in Regionen aufgeteilt – und dabei Afrika mehr oder weniger vergessen. Diesen „Fehler“ wollen die Streitkräfte nun korrigieren und bauen eine eigenständige Kommandostruktur für den schwarzen Kontinent auf. Sitz soll jedoch Deutschland sein.

HB WASHINGTON/BERLIN. „Wir haben diese Woche mit dem Umzug begonnen“, sagte US-Militärsprecherin Holly Silkman der „Stuttgarter Zeitung“ (Mittwochausgabe) zufolge. „Africom“ werde zunächst seinen Sitz in den Kelly Barracks im Stadtteil Stuttgart-Möhringen haben. Langfristig solle das Kommando aber in Afrika selbst angesiedelt werden. „Das ist aber Zukunftsmusik“, sagte Silkman.

Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush die Einrichtung der neuen Struktur angekündigt. „Das Africa Command wird unsere Bemühungen verstärken, den Menschen in Afrika Frieden und Sicherheit zu bringen und unsere gemeinsamen Ziele von Entwicklung, Gesundheit, Bildung, Demokratie und wirtschaftlichen Fortschritt in Afrika voranzutreiben“, erklärte er. Verteidigungsminister Robert Gates sei angewiesen worden, einen Standort für das Hauptquartier von „Africom“ auszusuchen. Dies solle bis September 2008 einsatzbereit sein.

Das US-Militär hat die Welt in Regionen aufgeteilt. In jeder wurde eine eigene Kommandostruktur aufgebaut und diese mit der Verantwortung für dortige Einsätze ausgestattet. Afrika ist gegenwärtig zwischen dem European Command und dem Central Command aufgeteilt, zu dem auch der Nahe Osten gehört. Madagaskar gehört zum Pacific Command.

Die USA haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt militärisch in Afrika engagiert, insbesondere nach den Anschlägen der El Kaida auf die US-Botschaften in Tansania und Nairobi 1998. Dabei waren mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen.

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