Sitzungs-Protokoll Die Fed spricht in Rätseln

Wann wird die US-Notenbank Fed damit beginnen, ihre milliardenschweren Stützungsprogramme zurückzufahren? Investoren hatten sich Hinweise aus dem jüngsten Sitzungs-Protokoll erhofft. Die Verwirrung ist nun umso größer.
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US-Notenbank Fed: Ende der Geldflut nicht in Sicht

Bei den Sitzungen der US-Notenbank Fed scheint es zuzugehen wie bei einem vogelkundlichen Experiment. Zumindest in den Analysen hinterher. Da ist dann viel die Rede von „Tauben“ und „Falken“, und wer von beiden sich diesmal durchgesetzt hat. Die Falken stehen für eine strenge Politik und haben vor allem die Inflation im Blick. Die Tauben dagegen sorgen sich eher um die Arbeitslosigkeit und nutzen allerhand geldpolitische Instrumente aus, um das Wachstum zu stützen.

Weltweit warten die Investoren derweil auf Hinweise darauf, wer in Washington die Oberhand gewinnt. Sie suchen nach kleinsten Hinweis-Krümeln, wann die Fed ihre milliardenschweren Ankäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren zurückfahren und ihre Nullzinspolitik beenden will. Die Protokolle der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) Ende Juli müssen deshalb enttäuschen: Die Tauben haben weiter das Sagen, vorerst bleibt alles so, wie es ist. Keine Hinweise auf einen Termin.

Wohl sind auf dem Treffen ein paar Federn geflogen, doch die Notenbanker stehen weiter hinter dem Zeitplan ihrer obersten Taube, Fed-Chef Ben Bernanke. Der hatte im Juni gesagt: „Später“ in diesem Jahr könnte der Rückzug beginnen und 2014 abgeschlossen sein. Viele erwarten deshalb, dass es beim nächsten Treffen der Notenbanker Mitte September soweit sein könnte.

Dennoch sorgte das Protokoll am Mittwochnachmittag Washingtoner Zeit für Verwirrung. Es ist so formuliert, dass jeder etwas anders herauslesen kann. Die meisten Aussagen in die eine oder andere Richtung werden sofort durch eine Gegenmeinung neutralisiert.

Einige Ausschuss-Mitglieder sehen demnach die US-Wirtschaft auf einem guten Weg, sodass sie bald ohne Hilfe auskommt. Andere sind pessimistischer, sie wollen noch mindestens bis Dezember warten und erst dann entscheiden. „Das einzig Klare ist“, moserte die „New York Times“, „dass die Fed beabsichtigt, die Wall Street – und den Rest der Welt – weiter raten zu lassen“.

Gemeint sind Formulierungen im Protokoll wie diese: „Fast alle Mitglieder des Komitees stimmten darin überein, dass eine Änderung des Ankaufprogramms noch nicht angebracht ist“, heißt es an einer Stelle. Allerdings seien andere Teilnehmer der Meinung, „dass es bald Zeit sein könnte, das Tempo der Ankäufe ein wenig zu verlangsamen“. Die jüngsten Konjunkturdaten bezeichnet das Protokoll überdies als „gemischt“.

Märkte sind verunsichert
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32 Kommentare zu "Sitzungs-Protokoll: Die Fed spricht in Rätseln"

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  • ein wort zu den tauben und falken.
    die tauben werden als ratten der lüfte bezeichnet. nicht zu unrecht; übertragen sie doch krankheiten, ungeziefer und sind schädlinge ganzer städte und länder.

    venedig die stadt im wasser, zugekotet vom taubenkot...und da fahren hochzeitspaare hin....wie schön, im dreck zu flittern. die natur hat bei dieser stadt vorgesorgt, indem es eine permanente "grundreinigung" in form von überflutungen regelmässig stattfinden lässt; und die venezianer jammern dann,dass der dreck fortgespült wird und ihnen einnahmen entgehen was für ein unglück aber auch.
    in böser vorgeneration in deutschland, wurde schluss gemacht mit speichelleckertum, krummen geschäften, betrug und beschiss.
    es traf die, die es in der weimarer zeit geschafft haben, deutschland als angeketteten tanzenden adler vorzuführen.
    nach der sehr sehr schlimmen "reinigung" europas von denen die den adler angekettet haben und den verlorenen darauf folgenden jahren nahm der kleine rest der dompteure
    dismal eine stärkere kette für den adler und liessen ihn wieder nur soweit fliegen, wie es ihnen beliebt, allerdings wurde der adler nun mächtiger und stärker als je zuvor und er wird sich auch diesmal aus den fängen der dompteure reissen können, nur mit anderen mitteln wird er die dompteure jagen und ihnen die finger zerhacken die den adler, statt zu füttern, zu hegen und zu pflegen und in freiheit fliegen zu lassen, ewig im käfig gehalten haben und ihn peinigten.
    denn nützen wird es ihnen nichts, weil mehr zwei drittel der europäer die dompteure hassen. bei den amis ist es nicht anders.

    die falken haben schon immer die tauben gejagt und sie vertilgt. auch die werden sich den fängen der dompteure entziehen. so wie es lincoln und kennedy gemacht haben, die dafür von gedungenen dompteuren umgebracht wurden.
    der weisskopfadler wird die falken befreien und sich mit ihnen verbünden, dann bleibt kein dompteur mehr übrig.

  • Eine Taubenplage ist eine sehr üble Sache.

    Seit gut 25 Jahren werden Washington, Frankfurt, London und Tokio von dieser Plage heimgesucht, und es wurder immer schlimmer. Seit gut 10 Jahren hat sich die sehr aggressive Rasse "Goldman Sachs" durchgesetzt. Die sitzen mittlerweile auf allen Dächern und lassen ihre Abwürfe gleichermassen auf Staatsfinanzen, Privathaushalte und Unternehmen runterregnen. Nur die Bank- und Finanzwirtschaft steht bei der Sache glänzend da. Kein Wunder: Dort haben die Tauben ja ihre Brutstätten.

    Die Leute freut's: Die mögen ein liebes Täubchen wie Krugman oder Bernanke viel lieber als die bösen Falken vom Schlage eines Poul Volker oder Jürgen Stark. Die stürzen sich immer gleich ganz böse auf jeden kleinen Generationendiebstahl und auf die inflationäre Wohlstandsumverteilung zulasten der einfachen Leute.

    Aber spätestens wenn Otto Normalverbraucer später mal seine Pensionskiste öffnet, wird ihm klar werden, wie gründlich er von den Tauben angeschissen wurde.

    In Südeuropa kann man zu dem Thema bereits jeden Passanten auf der Strasse befragen. Denen ist das Licht mittlerweile aufgegangen, und anderswo werden wir in den kommenden Jahren auch noch schlau werden.

  • Das HB ist zum reinen Claqueur des Kapitals verkommen!!

    Hier wird zensiert um die Wahrheit zu vertuschen. Und der Ökonomische Terror, die GIER DES KAPITALISMUS WIRD WELTWEIT MILLIONEN VON MENSCHEN VERNICHTEN!

    Können sich die Journalisten eigentlich noch im Spiegel ansehen?! Wie verkommen muß man nur sein...wie unsozial, wenn man die Wahrheit immer zensiert. Nur um die eigenen Privilegienzu schützen?!

    Und jetzt wieder zensieren!!

    DAS GELDDRUCKEN HUNGERT MENSCHEN AUS!! UND DANK LEBENSMITTELKARTEN WERDEN NUR DIE KONZERNE MIT IHREM CHEMISCHEN DRECKFRESSEN FINANZIERT. DAS IST DAS MENSCHENVERACHTENDSTE SYSTEM ÜBERHAUPT!!

    Journalisten sind nur noch zum kotzen..ganz ehrlich!!

  • Net Interest on Debt=225 mrd. Dollar.
    Tax Income= 2753 mrd. Dollar.

    Und die 225. mrd. kommen zu großen Teilen auch aus alten Anleihen, die sehr hoch verzinst sind. Das Problem sind nicht die Zinszahlungen, sondern primär Militär (620 mrd) und Krankenversicherung. Auch 3,5% Zinsen auf 10 jährige Anleihen wären kein großes Problem. Das Problem liegt wo anders.

  • "Durch den Ankauf der Staatsanleihen finanziert die FED die Hälfte des US-Haushalts."

    Staatsanleihenkauf/US Haushalt = (12*45mrd)/3540mrd=15,25%

    15,25%=/=50%


  • Wehe, die Giftgasgranaten geraten in Hände der Hisbullah.


  • Zunächst hebt Marc Faber auf schon anhaltende Währungskriege ab. Bei weiter wild und unkontrolliert agierenden Wallstreet-Lebensmittelspekulanten, begleitend geschaffenen Freihandelszonen im US Sinne, kommen die Märkte aufgrund der US Markt-Dominanz nicht umhin sich abzuschotten, siehe Forderungen in Lateinamerika, andererseits brechen wie in Nahmittelost Unruhen wegen heftig steigender Lebensmittelpreise aus. Aegyten darf diesbezüglich als plausibles Beispiel gelten, bei einem Desaster im Euroraum , einschliesslich Zusammenbruch der stützenden EU- Lebensmittelsubvention, knappert das "fertigproduktabhängige Import-Griechenland" in seinen Ballungsgebieten am Hungertuch.

  • @norbert

    Ironie.

  • @azaziel

    Da war nichts Anti-semitisches - ganz im Gegenteil, und ich war bis zu Schließen der Kommentarfunktion dabei.
    Der Grund war eher ein von mir geposteter Link mit Videos, die die "syrischen Rebellen" offenbar bei Spritzen von Geiseln mit Giften zeigten, die als Vorbereitung des "Giftgas-Einsatzes" gedient haben könnten. Die Wahrheit kenne ich natürlich auch nicht, aber das scheint mir plausibler als eine Selbstmordabsicht des Assad-Regimes. Die sofortige drastische Reaktion ist aber ein Hinweis, daß es stimmen könnte. Hier wird "Stimmung" für einen Krieg gemacht!

    Ich poste den Link nicht, weil sonst hier nur Eure Kommentare "mitverschwinden" würden. Man kann auf dem sehr passenden Blog "Medien-luegen" auf Blogspot danach suchen.

  • @Gast

    Wann ich an die Luft gehe, bestimme immer noch ICH selber :)...Und wenn sie mich nicht lesen können, schliessen sie doch einfach Ihre Augen :) solche Argumentationen wie Ihre, zeugen natürlich wie immer von viel Intelligenz, gell :-P

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