Sizilien-Verbindung
Italiens neue Regierung lässt Brückenprojekt sterben

Der Bau einer gigantischen Hängebrücke zwischen Kalabrien und der Insel Sizilien gehörte zu den Lieblingsprojekten der abgewählten Regierung Berlusconi-Regierung in Iatlien. Nachfolger Prodi macht jetzt Ernst und lässt das Milliardenprojekt sterben.

HB ROM. Der neue Verkehrsminister Alessandro Bianchi sagte kurz nach seiner Vereidigung in Rom, das Projekt einer Brücke über die Meerenge von Messina nach Sizilien sei das „schädlichste und unsinnigste der vergangenen 100 Jahre“, sagte der neue Verkehrsminister . Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio pflichtete seinem Kollegen bei und forderte, das Projekt auf Eis zu legen.

Prodi hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, dass seine Regierung die Mammutbrücke nicht finanzieren wolle. „Addio Brücke“, titelte die Zeitung „La Repubblica“ am Donnerstag.

Die Regierung von Silvio Berlusconi hatte zuvor den Bau der Brücke unterstützt. Sie sollte die längste Hängebrücke der Welt werden und die südliche Region Kalabrien mit Sizilien verbinden. Das 3,9 Milliarden Euro teure Projekt sollte bis 2012 fertig gestellt sein. Jedoch war der Bau der vier Kilometer langen und 60 Meter breiten Brücke bei Umweltschützern schon lange umstritten.

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