Smog und Lärm: Stadtgärten in Kairo

Smog und Lärm
Uno will Lebensqualität der Großstädte verbessern

Stadtgärten in Kairo

Es war 2014, als die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) begann, das Vorhaben der Stadtgärten in Kairo zu fördern. Es ist eines von vielen Kleinprojekten der Entwicklungshilfe-Organisation, die im Auftrag der Bundesregierung und mit Unterstützung der EU durchgeführt werden, um das Leben unter anderem in Kairo zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten.

Die GIZ arbeite vor Ort mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, die eine Expertise auf diesem Arbeitsfeld aufgebaut haben und das Geld gezielt einsetzen sollen, erklärt GIZ-Experte Günther Wehenpohl. Doch in einem Moloch wie Kairo, in dem die Infrastruktur marode und die Behörden überfordert sind, können solche Projekte nur der Anstoß für einen Prozess sein. „Wir können nicht alle Probleme lösen, wir können aber Lösungswege aufzeigen“, erklärt Wehenpohl. Auch die Nachhaltigkeit sei immer ein Thema, wenn die Finanzierung auslaufe. Laut Wehenpohl laufe ein Großteil der Projekte auch danach weiter.

Ein Problem ist mitunter die Kooperation mit den Partnerländern. In Ägypten herrscht eine autoritäre Regierung, die Engagement leicht als Intervention betrachtet. Entwicklungshelfer verschiedener Länder sagen hinter vorgehaltener Hand, ihr Geld sei willkommen, nicht aber ihre Arbeit. Wechselnde Zuständigkeiten und unzureichende Organisation in den Ministerien gefährde so manche Umsetzung.

Die grassierende Korruption am Nil sei dabei allgegenwärtig. Ein Problem, dem die GIZ mit höchstmöglicher Transparenz bei der Vergabe und Verwendung von Geldern entgegenwirken will - wo früher die klassische Entwicklungshilfe auf dem Land stattfand, werden städtische Projekte wie Kairos Gartendächer mit der Landflucht an Bedeutung gewinnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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