Snowden-Vertraute
Berlin – Zuflucht für Enthüller

Die Snowden-Helferin Sarah Harrison lässt sich in Berlin nieder. Die Journalistin sagt, sie setze Vertrauen in Deutschland. Das hatten auch die Enthüller Greenwald und Poitras. Die SPD will die Britin Harris vernehmen.
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London, BerlinSie soll nur wenig älter als 30 Jahre sein und hält zwei von der mächtigen US-Regierung dringend gesuchte Geheimnisverräter erfolgreich von den Fängen ihrer Strafverfolgungsbehörden fern: Seit dem Wochenende zieht Sarah Harrison, britische Journalistin sowie zentrale Helferin von Julian Assange und Edward Snowden, nun jedoch nicht mehr von London, Hongkong oder Moskau aus die Strippen.

Aus Angst vor Repressionen in ihrer Heimat ließ sich die Aktivistin der Enthüllungsplattform Wikileaks vielmehr in Berlin nieder – an einem geheimen Ort, versteht sich.

Harrison tauchte seit der Veröffentlichung hunderttausender geheimer US-Dokumente durch Wikileaks immer wieder in der Öffentlichkeit auf, wenn es um praktische Fragen rund um den Schutz von deren Gründer Assange ging.

Als der offiziell wegen Sexualvergehen von Schweden gesuchte Australier in Großbritannien unter Hausarrest stand, wohnte Harrison mit ihm zusammen in einem Anwesen des Videojournalisten Vaughan Smith auf dem Land. Nach seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors in London stand sie Assange, der eine Auslieferung an die USA fürchtet, dort zur Seite.

Aus blinder Bewunderung habe Harrison dies nicht getan, sagt Smith der Nachrichtenagentur AFP. „Ich habe sie nie Socken waschen sehen", scherzt er mit Blick auf die Zeit des Hausarrests, in der Medien immer wieder über ein Verhältnis zwischen Assange und der resoluten Blonden spekulierten. „Sie ist eine Schlüsselfigur des Teams, sie gehört zu denen, die alles möglich machen", sagt Smith vielmehr. Harrison habe sich „voll der Idee einer größeren Offenheit von Regierungen verschrieben und findet sich mit einer sehr schwierigen Aufgabe unter immensem Druck ab".

Deutschland scheint für den Zirkel um den NSA-Enthüller ein einigermaßen sicherer Ort zu sein. Britische und US-Ermittler haben hier zumindest keinen direkten Zugriff, ohne ein offizielles Verfahren gegen die Journalisten zu eröffnen. Deutschland gilt als Staat mit stabiler Rechtsordnung und hoher Rechtssicherheit.

Selbst eine Auslieferung ist nicht ohne Widerstände und öffentliche Diskussion durchzusetzen. Beispielsweise lebt auch der US-Internetaktivist Jacob Applebaum seit längerer Zeit in Berlin. Der Spezialist für Computersicherheit war früher Freiwilliger der Enthüllungsplattform WikiLeaks und steht ebenfalls in Kontakt mit der Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die ebenfalls eine Wohnung in Berlin hat.

Sie hatte ihn bereits für ihre Filmarbeiten interviewt und gemeinsam mit Guardian-Kolumnist Glenn Greenwald Snowdens Enthüllungen öffentlich machte. Auch Greenwalds Lebensgefährte machte ebenfalls Halt in der deutschen Hauptstadt.

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  • Das druckt man in einem systemkonformen Medium doch mit Begeisterung, nicht wahr? Sand fuer die Augen des Volkes und nebelbomben obendrein!
    Da kann man gar nicht so viel esse, wie man...... moechte!

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