Snowdens Vater in Russland
„Ich danke Vladimir Putin“

Whistleblower Edward Snowden hat Besuch von seinem Vater bekommen. Dieser behauptet, er wisse selbst nicht, wo sein Sohn sich aufhalte. Die Begegnung wird abgeschirmt wie ein Staatsgeheimnis.
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MoskauGeheimes Wiedersehen: Der Vater des US-Informanten Edward Snowden ist am Donnerstag in Moskau gelandet und sollte noch am selben Tag seinen Sohn treffen. Dafür müsse Lon Snowden aber noch „viele Kilometer bewältigen“, sagte der russische Anwalt Anatoli Kutscherena der Agentur Itar-Tass. Den Ort des Treffens mit dem früheren Geheimdienstmitarbeiter nannte er aus Sicherheitsgründen nicht. Lon Snowden behauptete, er wisse selbst nicht, wo sich sein Sohn aufhalte.

Der 30-Jährige sei in Russland frei und sicher, sagte Vater Snowden nach seiner Ankunft aus New York am Flughafen Moskau-Scheremetjewo. „Ich hoffe, dass er hier wohnen bleiben kann. Ich bin froh, dass er vorläufiges Asyl erhalten hat. Dafür danke ich Präsident Wladimir Putin und dem russischen Volk.“ In seinen Augen sei sein Sohn zwar kein Verräter. Er habe aber Zweifel, ob Edward gefahrlos in die USA zurückkehren könne, sagte Lon Snowden, der vom kremltreuen Anwalt Kutscherena eingeladen worden war.

Edward Snowden war am 23. Juni aus Hongkong kommend in Moskau gelandet. Er hielt sich wochenlang in der Transitzone des Flughafens Scheremetjewo auf, bevor er vorläufiges Asyl für ein Jahr erhielt. Der IT-Experte habe seitdem zahlreiche Arbeitsangebote russischer Unternehmen erhalten, sagte Kutscherena.

„Er lebt von dem Geld, das er hatte. Das reicht selbstverständlich nicht für einen hohen Lebensstandard“, betonte Kutscherena. Nach Angaben der Enthüllungsplattform Wikileaks nahm Snowden am Vortag an einer Whistleblower-Konferenz in Moskau teil.

Die USA fordern Snowdens Auslieferung. Sie suchen den Enthüller der US-Ausspähprogramme wegen Geheimnisverrats. Russland lehnt aber eine Abschiebung vehement ab. Im Streit um Snowden hatte US-Präsident Barack Obama Anfang August ein geplantes Treffen mit Putin abgesagt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Klar :D

    Die Mondlandung war sicher auch ein Fake! Und die AfD wird von den Medien unterdrückt!

  • Für mich sieht es so aus, dass Snownden in Absprache von Obama und Putin als Figur aufgebaut wurde und dann medienwirksam ausgeliefert wurde - damit Obama gegen seine eigenen Geheimdienste vorgehen kann um das "konservative Rückgrat" der USA zu zerstören. Das würde "Sinn machen" aus seiner Blickrichtung jedenfalls. Putin hat sich dazu als "Hilfesteller" bereit erklärt. Wahrscheinlich ist Snowden niemals NSA-Mitarbeiter gewesen. Alles insziniert wie der Schäpke NSU-Gerichts-Prozess in Deutschland eine einzige Farce ist.

    Meine Meinung dazu.

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