Bratislava steigt aus der gemeinsamen Finanzhilfe für Griechenland aus – trotz mehrfacher Zustimmung zu dem Rettungspaket. Die Slowakei begründet dies ausgerechnet mit Mangel an Solidarität dem eigenen Land gegenüber. Nun denken die EU-Finanzminister über eine Rüge oder gar Sanktionen nach. Wie diese aussehen sollen, ist allerdings unklar.

Kommentare

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  • bei allem Verständnis für die Slowakei gilt es jedoch zu beachten:

    Die Slowakei hat einen Präzedenzfall geschaffen. Es würde mich nicht erstaunen wenn weitere EU-Mitglieder zunächst die Reaktionen abwarten und sich dann ebenfalls anschliessen.

    Der Hilfsbeitrag der Slowakei wird nicht aus dem Hilfspaket für Griechenland gestrichen, sondern muss jetzt von den anderen Staaten des Hilfsfonds zusätzlich übernommen werden.

    ich gehe davon aus, dass sich der deutsche Anteil um ca. 300 - 350 Millionen EUR erhöhen dürfte!

    Damit könnten wir jedes Kind mit einer komfortablen Sozial-Card ausstatten!

  • Ein bravo an die Slowakei! Wenigstens die haben den Fehler erkannt und handeln auch entsprechend. Man kann diese Gelder wirklich sinnvoller nutzen, als sie den Griechen auf griechisch zu verabreichen.

  • ich unterstütze wie die große Mehrheit der Leser das Verhalten der Slovaken.

    ich will dem Artikel und manchen Kommentaren noch hinzufügen, dass die Slovakei in der Vergangenheit zwar zugestimmt hat, dies aber um die Verträge nicht zu gefährden (man wollte die anderen nicht abhalten zu tun, was sie nicht lassen können - Einstimmigkeitsprinzip), aber die slovakischen Verantwortlichen haben es entgültig immer von der Entscheidung der neuen Regierung nach den Wahlen (die damals bei der Verabschiedung des Hilfspaketes kurz bevor standen) abhängig gemacht. Und damit natürlich auch eine Ablehnung in Aussicht gestellt.

    Was jetzt aus der EU kommt und auch von dem Autoren des Artikels gesagt wird ist unwahr und versucht den Vorbehalt des eigenen beitrags, unter den die alte slovakische Regierung ihre Zustimmung gestellt hat, vergessen zu machen.

    Ansonsten sei gesagt, wenn die Griechen von ihren knapp 800 EUR-Durchschnittslohn auf unter die gut 300 EUR-Durchschnittslohn der Slovaken fallen und das ohne fahrlässiges eigenes Verschulden, dann werden ihnen auch die Slovaken solidarisch helfen.

  • Wie immer wird so lange beeinflußt, geredet und neu abgestimmt bis das Ergebnis für die EU stimmt. Kennt man ja alles schon...

  • Der Pranger der EU ist das Denkmal und Fanal zu dem man aufschauen wird, offenbar hat die Slovakei im Gegensatz zu anderen Staaten keine solch volksgfeindliche Regierung.

  • Zunächst vorweg: ich bin kein befürworter des 816 Mio. Euro Hilfsprogramms.
    Doch gebe ich zu bedenken, wenn Abmachungen vormaliger Regierungen nichts mehr gelten, darf jeder ehemals gefasster beschluss nach einer Parlamentsneuwahl erneut auf den Prüfstand.

  • Die Slowakei tat, was Merkel sich dann doch nicht traute, nachdem man ihren instinktgeleiteten richtigen Ansatz (kein Geld, keine Garantien, dafür Umschuldung und "Haircut" der banken) im Falle Griechenland "intellektuell" zerredete. Asmussen, Ackermann und Europolitiker wie etwa Juncker bemühten sich dabei erfolgreich, den banken alle Verluste zu ersparen, die nun der Steuerzahler tragen muß. Merkel - alleingelassen - hatte dabei keine Chance. Damit waren die Weichen für die Wohlfahrt aller PiiGS gestellt und das (vorwiegend) europäische bankensystem von den Folgen eigener Fehler freigehalten. Jeder weiß um dieses hinterhältige Spiel, sagt aber nichts. Das ist Geheimdiplomatie der übelsten Sorte, mir der die EU-bevölkerung unter dem Gelächter aller banker dieser Welt an der Nase im Kreis herumgeführt wird. Die slowakische Führung hat sich Mut und Ehrlichkeit - trotz gemeinster Drohungen aus der EU - (noch) nicht abkaufen lassen. Hoffentlich bleibt das so - und hoffentlich wirkt es ansteckend!

  • Liebe Slowaken, euer Widerstand ist verständlich und richtig.
    Die EU in ihrer heutigen Ausprägung und Führung ist KEiNE gute Sache für die bürger, im Gegenteil.
    Die EU wird hauptsächlich von NiETEN geführt.

  • Die Slowaken sind mutig und haben völlig recht.
    Warum sollen ander Länder die gespart haben und der
    bevölkerung viel zugemutet haben für die Korruption und Verschwendung in Griechenland zahlen

  • Slowakei durchhalten ! ihr macht's genau richtig ! Es war vielleicht nicht so geschickt erst Verträge abzuzeichnen und dann "Nein" zusagen, aber vermutlich gab es schon vorher Druck von der EU, dem sich die alte Slowakische Regierung noch gebeugt hatte. Wie dem auch sei, Olli Rehn und Co zeigen nun die fiese Fratze der sozialistischen EU Diktatur und diskreditieren sich selbst ! Das zeigt mal wieder wie es eigentlich mit der Demokratie in der EU steht !

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