Somalia
Raketenangriff weckt Angst vor Guerilla-Krieg

Ein Raketenangriff in Mogadischu hat zwei Tage nach dem Abzug der Muslimextremisten aus der Hauptstadt Somalias die Angst vor einem Guerilla-Krieg verstärkt. Das Geschoss schlug in der Nacht zu Sonntag in einem Wohnhaus im Norden Mogadischus ein.

HB MOGADISCHU. Offenbar richtete sich der Angriff gegen die äthiopischen Truppen. Sie hatten gemeinsam mit Soldaten der somalischen Übergangsregierung die Islamisten aus Mogadischu vertrieben. Zuverlässige Angaben zu Opfern des Raketenangriffs gibt es bisher nicht.

Äthiopien hat in den Bürgerkrieg eingegriffen und das Blatt zu Gunsten der Übergangsregierung gewendet. Der Somalische Rat der Islamischen Gerichte musste die Macht über Mogadischu abgeben, das er seit Juni kontrolliert hatte. Die Stadt Kismaju gilt als nun letzte große Hochburg der Islamisten. Somalische und äthiopische Truppen rückten am Sonntag näher an die Kismaju heran, um einen möglichen Angriff vorzubereiten.

Seit dem Sturz des Diktators Mohamed Siad Barre 1991 ist das afrikanische Land in Anarchie und Gewalt verfallen. Nach Einschätzung von Experten ist der scheinbare Sieg der Regierung keinesfalls sicher. Viele befürchten eine weitere Wende in dem Konflikt.

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