Somalische Küste
US-Kriegsschiff auf Fahrt zu gekaperten Uno-Schiff

Nach der Kaperung eines Frachtschiffs mit Uno- Hilfsgütern vor der Küste Somalias hat ein US-Kriegsschiff Kurs auf die Region genommen. Das teilte ein Uno-Sprecher am Montag mit.

HB NAIROBI. Das am Sonntag gekaperte Schiff liege nun vor dem Hafen Bargal auf Reede, sagte Sprecherin Penny Ferguson. „Es gab bisher keinen Kontakt mit den Piraten“. Die mit Sturmgewehren bewaffneten Angreifer hatten den kenianischen Frachter „Rozen“ mit einem Schnellboot gestoppt und dann geentert. An Bord der „Rozen“ befanden sich sechs kenianische und sechs srilankische Besatzungsmitglieder. Zuvor hatte das von den UN gecharterte Schiff in den Häfen Bosasso und Berbera 1800 Tonnen Lebensmittelhilfe entladen.

Die zum Jahreswechsel von der somalischen Übergangsregierung und äthiopischen Truppen gestürzten Islamisten, die seit Sommer 2006 weite Teile Somalias kontrolliert hatten, waren entschieden gegen die Piraterie vorgegangen. Nach eigenen Angaben wollten sie damit die Gewässer vor der Küste Somalias sicherer machen. Die Vereinten Nationen sahen den Grund dagegen darin, dass die Islamisten eine von den Piraten gestohlene Waffenlieferung zurückbekommen wollten.

Die Küste Somalias ist wegen der Piraterie eine der gefährlichsten der Welt, weil es in dem Land seit dem Sturz des Diktators Mohamed Siad Barre 1991 keine stabile Regierung und damit auch keine Überwachung der Gewässer mehr gibt.

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