„Sommer-Pausen-Kindergarten-pubertärer-Blödsinn“
Westerwelle: Schröder übertreibt

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hält die Verstimmung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gegenüber der italienischen Regierung für überzogen.

HB/dpa AUGSBURG. „Ich möchte mal irgendeinen erleben, der im Urlaub nicht über die Stränge schlägt“, sagte Westerwelle der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch). Wenn man kein Land mehr besuchen wollte, „in dem nicht auch mal dorftrottelig und bierlaunig über Deutschland gesprochen wird, dann sollten wir zu Hause bleiben“.

Der italienische Tourismus-Staatssekretär Stefano Stefani hatte in einem Artikel deutsche Touristen unter anderem als rülpsenden Pöbel und als „stereotypisierte Blonde mit hypernationalistischem Stolz“ geschildert. Schröder drohte daraufhin damit, nicht nach Italien in den Urlaub zu fahren, falls die Äußerungen Stefanis „ohne Konsequenzen“ blieben.

Westerwelle nannte den Streit einen „Sommer-Pausen-Kindergarten- pubertärer-Blödsinn“. Für „übertrieben bis albern“ hält er die Reaktion des Kanzlers auf die „Äußerungen des „Pomodore- Staatssekretärs“ aus „irgendeinem italienischen Berg-See-Dorf““.

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