Sonderermittler Mueller Trump dementiert Entlassungsgerüchte

US-Präsident Trump versichert, dass Robert Mueller seine Ermittlungen fortsetzen kann. Doch er streitet erneut vehement die Vorwürfe ab, dass sein Team mit Russland geheime Absprachen vor der US-Wahl getroffen hat.
Update: 18.12.2017 - 12:05 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident weist die Vorwürfe, dass es zwischen seinem Team und Moskau Absprachen vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 gegeben hat, entschieden zurück. Quelle: Reuters
Donald Trump

Der US-Präsident weist die Vorwürfe, dass es zwischen seinem Team und Moskau Absprachen vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 gegeben hat, entschieden zurück.

(Foto: Reuters)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat jegliche Pläne für eine Entlassung des FBI-Sonderermittlers in der Russland-Affäre von sich gewiesen. Allerdings kritisierte er scharf, wie das Team von Robert Mueller an Tausende E-Mails aus seinem Umfeld gelangte. „Das sieht nicht gut aus“, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) in Washington. Auch zwei Ausschüsse im Kongress sollen sich mit der Frage befassen, ob die Weitergabe der Dokumente an die FBI-Ermittler rechtmäßig war.

Kory Langhofer, Anwalt der nach wie vor existierenden Übergangsorganisation für Trumps Präsidentschaft, Trump for America, erklärte in einem Schreiben an Ausschüsse im Repräsentantenhaus und im Senat, dass Muellers Team die E-Mails nicht bei ihm beantragt habe, sondern sie ohne Autorisierung des Trump-Teams von der US-Behörde GSA bekommen habe.

Ein Sprecher des Sonderermittlers sagte, Muellers Team habe die Dokumente auf angemessene Art und Weise und im Rahmen des regulären Strafermittlungsprozess erhalten. Und auch ein GSA-Sprecher wies jegliches Fehlverhalten von sich. Mueller überprüft, ob und welchen Einfluss Russland auf die US-Wahl 2016 nahm und insbesondere, wie das Trump-Lager gegebenenfalls mit Moskau zusammenarbeitete.

Die GSA, die den Übergangsteams angehender Präsidenten Büros und andere Unterstützung zur Verfügung stellt und routinemäßig auch deren elektronische Aufzeichnungen auf ihren Servern speichert, hatte E-Mails von und an 13 hochrangige Trump-Mitarbeiter im September an Muellers Team übermittelt.

Nach Angaben von Trump-Anwalt Langhofer hatte der von Trump im Juni eingesetzte, aber mittlerweile verstorbene GSA-Anwalt Richard Beckler dem Übergangsteam versichert, dass er nur in Absprache Informationen weitergeben würde. Dessen Stellvertreter Lenny Loewentritt sagte aber dem Portal Buzzfeed, dass Beckler nie eine solche Zusage gemacht habe. Die Zusammenarbeit der GSA mit dem FBI sei völlig angemessen gewesen.

Es ist unklar, ob Muellers Team aus den E-Mails wichtige Erkenntnisse gewonnen hat. Einige der Betroffenen, unter ihnen Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn, kommunizierten in der fraglichen Zeit zwischen Trumps Wahlsieg und dessen Amtsantritt auch über andere E-Mail-Konten. Viele der untersuchten E-Mails enthalten aber Diskussionen über politische Ziele Trumps sowie sehr offenherzige Einschätzungen über Kandidaten für Ministerposten, wie die Nachrichtenagentur AP aus informierten Kreisen erfuhr.

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