Sondergopfel zur Griechenland-Krise

„Es wird heute keine Einigung geben“

Selbst am Anfang war nur noch wenig Hoffnung: Die Staats- und Regierungschefs schicken vor dem Sondergipfel ihre Finanzminster in den Ring. Doch schon vor dem Treffen glaubt kaum einer mehr an eine schnelle Lösung.
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Was passiert mit Griechenland? Am Dienstagabend suchen die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder nach einem Weg aus der Krise. Quelle: dpa
Eurozonen-Sondergipfel

Was passiert mit Griechenland? Am Dienstagabend suchen die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder nach einem Weg aus der Krise.

(Foto: dpa)

BrüsselGibt es tatsächlich Annäherungen an die Bedingungen der Gläubiger oder doch nicht? Diese große Frage bewegt die Finanzminister der Euro-Gruppe, als sie heute Nachmittag in Brüssel eintreffen. Noch vor dem Gipfel der Staatschefs am Abend sollen sie als Vorhut über die Vorschläge beraten.

Dass sie neben ihren Präsidenten überhaupt zusammenkommen, zeigt die Brisanz der Lage. Doch statt Aufbruchstimmung herrschte beim Eintreffen der Finanzminister und dem obersten Währungshüter Ratlosigkeit. EZB-Präsident Mario Draghi sparte sich jeglichen Kommentar vor den Kameras, rauschte direkt in das Kommissionsgebäude.

An eine schnelle Lösung glaubt in Brüssel niemand. Keiner brachte das deutlicher auf den Punkt als der finnische Finanzminister Alexander Stubb: „Ich bin zwar ein Optimist. Aber ich glaube nicht, dass wir heute zu einer Einigung kommen werden.“

Er stehe zwar für weitere Verhandlungen bereit, wies einen Schuldenschnitt jedoch zurück. Die griechische Regierung müsse nun politischen Willen zu Reformen zeigen. „Allein für Finnland steht eine Menge auf dem Spiel, insgesamt fünf Milliarden Euro. Das entspricht etwa zehn Prozent unseres Haushaltes“, sagt Stubb.

Wie mit den griechischen Schulden und den Reformplänen weiter umzugehen sei, ließ auch der französische Finanzminister Pierre Moscovici offen: „Am Sonntag haben die Griechen ihre Stimme abgegeben. Aber die anderen 18 Eurostaaten haben auch eine Meinung.“ Er erhoffe sich nun eine klare und offene Diskussion.

Entschlossenheit klingt anders
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1 Kommentar zu "Sondergopfel zur Griechenland-Krise: „Es wird heute keine Einigung geben“"

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  • Faktisch ist die Entscheidung längst gefallen. Griechenland bleibt im Euro!

    Formal wirds noch etwas dauern ,wegen der Schamfrist die man einhalten will. Auch muß noch geklärt werden wie man es den Zahlungspflichtigen verkauft.

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