Sondersitzung anberaumt
Sicherheitsrat verurteilt Geiselnahme

Noch immer haben die Geiselnehmer in einer Schule in Südrussland mehrere hundert Menschen in ihrer Gewalt. Der UN-Sicherheitsrat hat die Geiselnahme als Terrorakt verurteilt. Es wurde dazu aufgerufen, mit den russischen Behörden zusammen zu arbeiten, um die Hintermänner der Tat zur Rechenschaft zu ziehen.

HB NEW YORK. In einer von Russland beantragten Sondersitzung forderten die 15 Mitglieder des Gremiums der Vereinten Nationen (UN) am Mittwochabend „die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln des Terrorangriffs.“ In der von Spaniens UN-Botschafter Juan Antonio Yanez-Barnuevo verlesenen Erklärung wurden alle Länder aufgerufen, mit den russischen Behörden zusammenzuarbeiten, um die Täter und ihre Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen. Am Mittwochmorgen waren Bewaffnete in der Stadt Beslan in Nord-Ossetien in eine Schule gestürmt. Sie haben nach neuesten Angaben 354 Schüler, Eltern und Lehrer in ihre Gewalt und drohten mit deren Ermordung. Nach unbestätigten Berichten fordern sie die Freilassung tschetschenischer Kämpfer. Tschetschenische Rebellen-Organisationen haben aber eine Verwicklung in das Geiseldrama bestritten.

Der Sicherheitsrat verurteilte außerdem den Selbstmordanschlag in Moskau vom Dienstag, bei dem zehn Menschen getötet worden waren und die Flugzeugabstürze in der vergangenen Woche. Wahrscheinlich durch Bombenanschläge waren am 24. August zwei russische Passagierflugzeuge abgestürzt und hatten 90 Menschen in den Tod gerissen.

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