Sorge an der Wall Street: Anschlag auf weltgrößte Öl-Raffinerie

Sorge an der Wall Street
Anschlag auf weltgrößte Öl-Raffinerie

Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien haben nach offiziellen Angaben einen Selbstmordanschlag auf die weltweit größte Ölanlage verhindert.

HB DUBAI. Nach Angaben der Behörden hatten Selbstmordattentäter versucht, mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge ins Zentrum der Anlage in Abkaik zu fahren. An einem Tor seien die Autos aber von Sicherheitskräften beschossen worden und explodiert. Dabei seien alle Attentäter ums Leben gekommen. Öl-Minister Ali al-Naimi sagte, Terroristen hätten einen Anschlag versucht. Offiziell gab es über die Hintermänner zunächst keine Angaben.

Vor einem Jahr hatte der Anführer der Extremisten-Organisation Al-Kaida, Osama bin Laden, seine Anhänger zu Anschlägen auf Öl-Anlagen im Golf aufgefordert. Aus Saudi-Arabien kommt etwa ein Sechstel der weltweiten Ölexporte. Nach Bekanntwerden des Attentats zog der Preis für die in Europa marktführende Ölsorte Brent zeitweise um 3,5 Prozent auf 62,65 Dollar je Barrel (159 Liter) an. „Es ist zwar nicht klar, was es für Schäden an der Anlage gibt, aber Abkaik ist die weltweit wichtigste Produktionsstätte“, sagte Gary Ross vom Energieberater PIRA in New York. „Der Anschlag rückt die Sorgen über die Sicherheit der weltweiten Ölexporte erneut in den Mittelpunkt, zumal es bereits die bekannten Risiken in Nigeria, dem Iran und dem Irak gibt.“

Angaben eines saudi-arabischen Sicherheitsberaters zufolge hatten die Attentäter versucht, mit drei Fahrzeugen auf das Gelände der Anlage zu kommen. In einem Fahrzeug seien Bewaffnete gewesen. Die beiden anderen Autos seien mit Sprengstoff beladen gewesen. Wachleute hätten den Konvoi an einem ersten von drei Sicherungsgürteln unter Beschuss genommen, wobei die Fahrzeuge explodiert seien. Über die Zahl der Attentäter gab es zunächst keine Angaben. In einem Medienbericht war von vier Getöteten die Rede. Darüber hinaus hieß es in saudiarabischen Kreisen, zwei Sicherheitsbeamte seien bei dem Zwischenfall getötet und zwei weitere verletzt worden.

In der Anlage selbst gab es dem Berater zufolge keine Explosion. Auch wurde laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens die Ölproduktion durch den Angriff nicht beeinflusst. Der Ölgesellschaft Aramco zufolge ist die Anlage durch tausende bewaffnete Sicherheitskräfte, Hubschrauber, Kameras und Bewegungsmelder extrem stark gesichert.

Seite 1:

Anschlag auf weltgrößte Öl-Raffinerie

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%