Sorge vor Ölpreis
Irans Wirtschaftsminister warnt vor „Wahnsinn“

Massenweise Iraner haben in den vergangenen Wochen ihr Erspartes in ausländische Devisen getauscht. Der Ölpreisverfall macht den Bürgern zu schaffen. Nun warnte Irans Wirtschaftsminister vor „wahnsinnigem Verhalten“.
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DubaiIm Iran wächst angesichts sinkender Ölpreise die Sorge vor einem Preisverfall der heimischen Währung. Wirtschaftsminister Ali Tayyeb-Nia warnte am Montag vor einem „wahnsinnigen Verhalten“. Nachdem viele Iraner ihr Geld gegen ausländische Währungen getauscht hatten, war der Kurs am Sonntag zum Dollar um 2100 auf 35.600 Riad gefallen.

Das war der niedrigste Stand seit einem Jahr, wie die iranischen Nachrichtenagentur Isna berichtete. Zu Wochenbeginn legte der Kurs wieder leicht auf 34.900 zu. "Es gibt keine fundamentalen Veränderungen am Devisen- und Kapitalmarkt", wurde der Wirtschaftsminister von amtlichen Medien zitiert. Er gehe von einer stabilen Situation aus.

Grund für die Turbulenzen ist der fallende Ölpreis. Er sank zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren, nachdem das Ölkartell Opec sich nicht auf eine Förderreduzierung einigen konnte.

Iran gehört der Opec an. Zudem hält der Westen vorerst an seinen Sanktionen gegen die Islamische Republik fest, da es im Streit um das iranische Atomprogramm keine Einigung zwischen beiden Seiten gab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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