Sorgen in den USA
Republikaner-Wettlauf droht zu eskalieren

In den USA spitzt sich der nervenaufreibende Wettlauf zwischen Mitt Romney und Rick Santorum weiter zu. Während der eine einen großen Vorsprung hat, aber nicht punktet, geht es Santorum genau andersherum. Ein Dilemma.
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WashingtonDie Vorwahlen der US-Republikaner finden kein Ende. Zwar konnte bei der Abstimmung im Südstaat Louisiana der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum einen glasklaren Sieg einfahren. Doch Favorit Mitt Romney hat mittlerweile doppelt so viele Delegiertenstimmen gesammelt wie Santorum.

„Dieses Rennen ist lang und noch lange nicht vorbei“, sagte Santorum noch in der Wahlnacht. Immer mehr geht in der Partei der Alptraum um, das es beim Parteitag im Sommer in Florida zum großen Hauen und Stechen kommen könnte.

Santorum erhielt in Louisiana 49 Prozent der Stimmen, der frühere Gouverneur Romney kam lediglich auf 26 Prozent. Die beiden weiteren Mitbewerber, Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der Abgeordnete Ron Paul, hinkten abgeschlagen hinterher.

Allerdings ging es bei der Abstimmung am Samstag lediglich im 20 Delegierte, die zudem proportional auf die Kandidaten verteilt wurden - zu wenig also für Santorum, um sich Romney enger an die Fersen zu heften. Romney wiederum nähert sich der notwendigen Delegiertenzahl von 1144 für die Kür zum Herausforderer von Präsident Barack Obama nur im Schneckentempo.

Republikaner schauen bereits mit Sorge auf den Parteitag in Tampa Ende August. Normalerweise sind Parteitage eine politische Show der Einigkeit, mit bunten Luftballons, viel Musik und versöhnlichen Reden. Eine Kampfabstimmung passt nicht ins Bild. Doch Santorum hat bereits klargemacht, dass er bis zum Parteitag durchhalten wolle. In Tampa werde er dann versuchen, Romney-Delegierte umzustimmen und für sich zu gewinnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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