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Sorgenkind Spanien: Arbeitslosigkeit im Euroraum auf Rekordstand

Die Schuldenkrise macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt der Euroländer deutlich bemerkbar. In der Währungszone sind mehr als 16 Millionen Menschen ohne Job, die Quote ist auf dem höchsten Stand seit 13 Jahren.

Südeuropa bleibt das Sorgenkind: Eine Schlange vor einem Arbeitsamt in Spanien. Quelle: dpa
Südeuropa bleibt das Sorgenkind: Eine Schlange vor einem Arbeitsamt in Spanien. Quelle: dpa

LuxemburgDie Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist infolge der Krise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren geklettert. Im Dezember 2011 betrug die Arbeitslosenquote in den 17 Eurostaaten 10,4 Prozent - und war damit so hoch wie seit 1998 nicht mehr, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Im Gesamtjahr 2011 blieb die Quote im Vergleich zum Vorjahr mit 10,1 Prozent stabil.

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Nach Angaben von Eurostat waren in den Euroländern im Dezember rund 16,47 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das sind 751.000 Männer und Frauen mehr als im Dezember 2010 und 20.000 mehr als im November. Eurostat revidierte die Zahlen für den November von 10,3 auf 10,4 Prozent nach oben. In den 27 Ländern der Europäischen Union waren im Dezember 23,8 Millionen Menschen ohne Job. Die Quote betrug wie im Vormonat 9,9 Prozent.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit im Euroraum meldeten Österreich (4,1 Prozent), Niederlande (4,9 Prozent) und Luxemburg (5,2 Prozent). Auch in Deutschland ist die Lage am Arbeitsmarkt mit 5,5 Prozent relativ entspannt. Am stärksten wirkte sich die Krise in Spanien aus: Dort lag die Arbeitslosenquote bei 22,9 Prozent. Für Griechenland werden 19,2 Prozent ausgewiesen.

Spanien weist schon seit langem die bei weitem höchste Jugendarbeitslosigkeit auf. Derzeit ist fast jeder zweite Spanier unter 25 Jahren arbeitslos. Im gesamten Euroraum liegt die Jugendarbeitslosigkeit den Angaben zufolge bei 21,3 Prozent, in Deutschland hingegen mit 7,8 Prozent so tief wie in keinem anderen Euro-Land.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.

  • 31.01.2012, 15:23 UhrMarcusAurelius

    Und wie soll das die Regierung schaffen wenn so viel gespart werden soll wie nie zuvor? Spanien ist pleite, darüber schreiben die Medien nur (noch) nicht!

  • 31.01.2012, 14:15 UhrEnergieelite

    In Spanien ist die verfehlte Wirtschafts und Arbeitsmarktpolitik der bis Dez.2011 Regierenden linken Regierung an dieser hohen Arbeitslosenzahl schuld .

    Den selben Effekt kennen wir in Deutschland ebenfalls , ein Schröder (SPD) in Koalition mit der Partei der Grünen hatte 2005 eine Arbeitslosenzahl von 5,2 Mio zu verantworten ,ohne Euro,Griechenland,Nahost,Wirtschafts und Finanzkrise,Ölembargo und abgeschalteten Kernkraftwerken die die Arbeitslosigkeit weiter ansteigen ließ .

    ABM,Weiterbildungs und Umschulungs Maßnahmen gab es auch damals .

    Wollen wir nur hoffen die die jetzige Regierung Spaniens eine bessere und wirksame Arbeitsmarktpolitik macht und die Arbeitslosigkeit dort halbiert !!!

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