South Carolina: Mitt Romney nimmt die nächst Vorwahl ins Visier

South Carolina
Mitt Romney nimmt die nächst Vorwahl ins Visier

Der Republikaner Mitt Romney entschied bereits zwei Vorwahlen für sich. Doch sein Weg zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat ist noch lang. Und in South Carolina dürfte auf ihn deutlich mehr Gegenwind warten .
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ManchesterNach seinen Siegen in Iowa und New Hampshire nimmt der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney nun die nächste Vorwahl im US-Bundesstaat South Carolina ins Visier. „Ich habe noch einen langen Weg vor mir, bis ich die Nominierung bekomme“, sagte Romney am Mittwoch dem TV-Sender CNN. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts hatte die sogenannten Primaries in New Hampshire am Dienstag für sich entschieden.

Nach Auszählung aller Wahlbezirke holte Romney laut US-Medien in dem Bundesstaat im Nordosten der USA 39 Prozent der Stimmen. Damit bleibt er der große Favorit, um Präsident Barack Obama bei den Wahlen am 6. November herauszufordern. Auf den zweiten Platz kam der Abgeordnete Ron Paul mit rund 23 Prozent, gefolgt von Ex-Botschafter Jon Huntsman mit 17 Prozent.

Auf den Ex-Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, entfielen knapp zehn Prozent. Gingrich lag damit knapp vor dem christlich-konservativen Ex-Senator Rick Santorum, der deutlich schlechter abschnitt als in Iowa, wo er mit lediglich acht Stimmen Rückstand auf Romney den zweiten Platz belegt hatte. Abgeschlagen mit etwa einem Prozent war der texanische Gouverneur Rick Perry. Er hatte dem Neuengland-Staat keine Bedeutung zugemessen und am Dienstag bereits in South Carolina Wahlkampf gemacht.

Romney griff in seiner Siegesrede am Wahlabend Obama scharf an. „Dem Präsidenten sind die Ideen ausgegangen. Jetzt gehen ihm die Ausreden aus“, rief der Ex-Gouverneur seinen Anhängern zu. „Ich stehe bereit, uns auf einen anderen Weg zu führen.“

Meinungsforscher sahen den Ex-Gouverneur auch bei den nächsten Vorwahlen am 21. Januar in South Carolina und zehn Tage später in Florida klar in Führung. Sein Wahlkampfteam teilte am Mittwoch mit, dass er alleine im letzten Quartal 24 Millionen Dollar an Spenden gesammelt habe.

In South Carolina dürfte Romney aber weiter auf heftigen Widerstand seiner Konkurrenten treffen. In dem Südstaat sind konservativere Wählerschichten stark, die mit dem Ex-Gouverneur fremdeln, weil er bei Themen wie Abtreibung oder Waffengesetzen früher eher liberale Ansichten vertrat. Auch stößt der mormonische Glaube Romneys bei evangelikalen Christen auf Misstrauen. „Ich hatte einen guten Start. Jetzt steht mir eine schwierige Schlacht in South Carolina bevor“, sagte er am Mittwoch dem Sender NBC.

Ron Paul erklärte am Wahlabend, er sei Romney „auf den Fersen“. Der Abgeordnete weiß mit seiner Vision eines Minimalstaates eine treue Anhängerschar hinter sich, seine Ansichten gelten aber auch in der eigenen Partei als nicht mehrheitsfähig. Huntsman hoffte, dass sich der Aufwärtstrend von New Hampshire fortsetzt. „Wir sind im Rennen“, sagte der als moderater Konservativer geltende ehemalige US-Botschafter in China.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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