Sozialismus XXL in Venezuela
Chavez enteignet Firmen am Fließband

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seine Serie von Verstaatlichungen fortgesetzt. Neben einem Stahlkonzern enteignete er am Sonntag auch sechs einheimische Bauunternehmen. Dem Stahlkonzern warf er überhöhte Preise vor, den Baufirmen Betrug an ihren Kunden. Auch ein großer Bierbrauer muss um sein Geschäft zittern.
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HB CARACAS. Chavez sprach eine Warnung an den größten Bierbrauer und Nahrungsmittelhersteller des Landes aus: „Pass gut auf, was du treibst“, sagte er an den Chef des Konzerns Empresa Polar gerichtet in seiner wöchentlichen Fernsehansprache. „Sonst kann es passieren, dass Dir nichts bleibt.“

Bei dem Stahlkonzern handelt es sich um Sidetur, eine Tochter des venezolanischen Unternehmens Sivensa. Sidetur produziert den Angaben von Chavez zufolge 40 Prozent der im Bau verwendeten Stahlstangen. „Ihr werdet sehen, zu welchem Preis wir sie künftig kaufen und zu welchem Preis wir die Stangen verkaufen“, sagte Chavez. Den Baufirmen warf er vor, bereits bezahlte Projekte nicht zu Ende geführt zu haben. „Die Arbeiten sind blockiert und die Leute haben schon dafür bezahlt. Jetzt werden wir sie enteignen, den Preis anpassen, die Unternehmen bestrafen und die Leistung liefern“, sagte Chavez.

Der sozialistische Präsident betrachtet sich als neue Gallionsfigur der revolutionären Bewegungen Lateinamerikas und wird vor allem von ärmeren Schichten unterstützt. In den vergangenen Monaten hat er unter anderem einen italienischen Motorenöl-Hersteller und zwei Firmen verstaatlicht, die ganz oder in Teilen US-Eigentümern gehörten.

Kommentare zu " Sozialismus XXL in Venezuela: Chavez enteignet Firmen am Fließband"

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  • @micha. Naja die tatsache ist, daß sich viele Menschen von diesen Lügen-Sprüchen blenden lassen, z.b.:
    "Jedem amerikaner sein eigenheim" (!)
    "Jeder hat die Chance, etwas aus sich zu machen" usw
    Wir mit unserem angeblich so hohen wohlstand. (haben wir den alle ? )
    Mit solchen sprüchen und billigem blendwerk werden die Menschen gelockt- die meisten schuften dann für wenig Geld, und bekommen vom wohlstand nichts ab. dann noch ein begrüßungsgeld, hach wie toll. Und die bananen !! -ich esse das ganze Jahr keine bananen, nur das, was wir hier haben, Äpfel. Mit diesem konsum- blendwerk lassen sich eben viele ködern, insbesondere frauen sind so ganz leicht zu "überzeugen".
    Dabei haben die in der DDR gar keine Not gehabt. Aber es ist eben leicht, menschen zu benebeln. Da haben die von der Wirtschaft und Politik schon altbewährte Rezepte parat, die noch immer funktioniert haben.

  • Sozialismus bringt nichts. Dort muß man letztendlich das eigene Volk einsperren um es mit Gewalt am Abhauen zu hindern. Das hat man deutlich an der DDR gesehen. Ohne Mauer wären nur noch die Parteispitzen dageblieben.

  • ich kann Stalinist nur recht geben. Politiker als büttel der Konzerne saugen das Volk aus. Wir sollten uns endlich wehren und die Politikerbande aus unserem Land jagen und danach auf den Richtblock mit den Managerköpfen! Frischer Wind in unser Land!

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