Sozialisten wieder vorn
Knappes Rennen bei Wahl in Rumänien

Bei der Parlamentswahl in Rumänien bleibt es spannend: Nach Auszählung von 92,73 Prozent der Stimmzettel lagen die rechtsliberale PD-L des Staatspräsidenten Traian Basescu und die oppositionellen Sozialisten (PSD) nahezu gleichauf an der Spitze, mit einem minimalen Vorsprung für die PSD.

HB BUKAREST. Nach Angaben des zentralen Wahlbüros vom Montagnachmittag ergaben sich für die Sozialisten 33 Prozent im Abgeordnetenhaus und 33,99 Prozent im Senat. Basescus PD-L kam auf 32,57 und 33,79 Prozent. Unverändert auf dem dritten Platz lag die Nationalliberale Partei (PNL) des Ministerpräsidenten Calin Popescu Taricanu mit 18,32 und 18,49 Prozent.

Nachdem Wählerbefragungen am Wahlabend zunächst die Sozialisten als Sieger ausgewiesen hatten, waren die Rechtsliberalen am Montagmorgen nach Auszählung von gut 70 Prozent der Stimmzettel in Führung gegangen. Bis zum Montagabend sollten 99 Prozent der Stimmen ausgezählt sein.

Die Wahlbeteiligung war mit nur knapp 40 Prozent die schwächste in Rumänien seit dem Fall des Kommunismus. Schon vor der Wahl war vermutet worden, dass keine Partei die absolute Mehrheit schaffen werde und deshalb jede Art von Koalition denkbar sei.

Die bisher mitregierende Partei der ungarischen Minderheit, UDMR, schaffte mit 6,29 Prozent im Abgeordnetenhaus und mit 6,54 Prozent im Senat knapp den Einzug ins Parlament. Dagegen scheiterte die ultranationalistische Partei Romania mare erstmals in den 16 Jahren ihres Bestehens an der Fünf-Prozent-Hürde. Sie wird demnach nicht mehr im Parlament vertreten sein.

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