Spanien
Ehemaliger Minister steht vor Gefängnisstrafe

Langsam wird's eng für Jaume Matas: Der ehemalige Umweltminister Spaniens könnte über eine Finanzaffäre vor einigen Jahren stolpern und ins Gefängnis wandern. Er hatte einem Journalisten auf unlautere Art Arbeit besorgt.
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Palma de MallorcaDem früheren spanischen Umweltminister Jaume Matas droht wegen Verwicklung in eine Finanzaffäre die Einweisung ins Gefängnis. Das Landgericht in Palma de Mallorca lehnte es am Dienstag ab, eine Strafe von neun Monaten Haft, zu der der konservative Ex-Politiker rechtskräftig verurteilt worden war, zur Bewährung auszusetzen. Es begründete dies damit, dass der Ex-Minister keine Reue gezeigt habe und gegen ihn noch zahlreiche weitere Verfahren wegen Korruptionsvergehen anhängig seien.

Um seine Inhaftierung doch noch zu verhindern, stellte Matas ein Gnadengesuch bei der spanischen Regierung. Seine Anwältin äußerte die Hoffnung, dass der Antrag bei der Verbüßung der Strafe eine aufschiebende Wirkung habe. Matas hatte einem befreundeten Journalisten auf illegale Weise zu einem zusätzlichen Einkommen als Redenschreiber verholfen.

In der vorigen Woche wurde er in einem anderen Verfahren schuldig gesprochen, sein Amt als Regierungschef der Balearen dazu missbraucht zu haben, um seiner Frau einen Job zu beschaffen. Das Strafmaß in diesem Verfahren wurde noch nicht festgelegt. Matas war von 1996 bis 1999 und von 2003 bis 2007 Chef der Regionalregierung der Balearen und von 2000 bis 2003 spanischer Umweltminister.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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