International

Diskussion: Kommentare zu: Katalanen erklären sich für souverän

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 24.01.2013, 08:52 UhrDagmarK

    Sehr schön, liebe Katalanen. Weiter so!

    Diesen Vorgang sollte sich die Diktatur in Brüssel sehr genau ansehen. Sieht man doch deutlich, das man mit Unterdrückung auf Dauer keinen Blumentopf gewinnen kann.

    • 11.02.2013, 00:09 UhrBrasil

      Man kann einen Blumentopf gewinnen und nicht nur das! Die Deutschen sind zu Traege, sich zu wehren, egal was ihnen zugemutet wird und deshalb gewinnen alle von diesem dummen, flegmatischen und stupiden Volk. Sie zahlen am Ende auch noch alle Waren, die sie exportiert haben und die Anderen lachen sich bucklig!

  • 24.01.2013, 10:25 Uhrgeorge.orwell

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 24.01.2013, 10:28 UhrRumpelstilzchen

    Wer wird Europa von diesen kleinkarierten Lokalpatrioten befreien - sei es in Katalonien, auf dem Balkan, in Nordirland, Wales usw? Die EU kann (noch) mit den BRIC-Staaten und den USA einigermaßen mithalten. Zerfällt Europa wieder, ist Schluß mit der Konkurrenzfähigkeit!

    • 24.01.2013, 12:35 UhrEinDemokrat

      Rumpelstilzchen reiht viele Parolen aneinander. Wo bleibt die Erläuterung?

    • 24.01.2013, 15:15 Uhrmerxdunix

      @Rumpelstilzchen
      Vielleicht hätten wir endlich mal wieder Zeit zum richtigen Leben, wenn wir nicht andauernd um unser Schmiedefeuer tanzen und uns Sorgen um unsere Konkurrenzfähigkeit machen würden. Solange wir uns selbst versorgen können, ist Konkurrenzfähigkeit doch völlig belanglos. Nur wäre das schlecht für all diejenigen, die in ihren Betonklötzern und Glaspalästen ohne Wirklichkeitsbezug gefangen sind. Die müssten dann von unseren Almosen leben. Wenn wir aber keine Überschüsse erwirtschaften, dann gibt’s auch keine Almosen. Also lassen wir uns von denen lieber Dampf machen, als unser Leben zu genießen. Die Katalanen sind offensichtlich schon dahinter gekommen, die Schotten auf dem Weg dahin.
      Kann Rumpelstilzchen eigentlich auch Gold zu Stroh verwandeln? Sonst wäre das schlecht für die Verdauung.

    • 24.01.2013, 15:39 UhrRettungswahnsinn

      @Rumpelstilzchen
      Die EU kann (noch) mit den BRIC-Staaten und den USA einigermaßen mithalten. Zerfällt Europa wieder, ist Schluß mit der Konkurrenzfähigkeit!


      Dass durch schiere Größe Konkurrenzfähigkeit entsteht, gibt es meiner Meinung nach liebes Rumpelstilzchen, nur im Märchenland.

      Ich glaube diesbezüglich eher an diese Aussage aus einem Interview mit Sarrazin:

      "Krone": Aber so kann Europa doch gegenüber China und Amerika nicht bestehen?
      Sarrazin: Als europäische Wirtschaftsunion ohne Zölle, mit freiem Warenverkehr, sehr wohl. Das ist ja grad das Interessante, dass zum Beispiel Deutschland und Österreich und Finnland gegenüber China glänzend bestehen, weil wir wettbewerbsfähig sind, während die Franzosen, Italiener, Spanier teilweise in diesen Märkten Schwierigkeiten haben oder dort gar nicht vorkommen. Das ist der große Irrtum, dass eine Volkswirtschaft groß sein müsse, damit sie bestehen könne. Wenn das der Fall wäre, da hätte ja die Sowjetunion viel erfolgreicher sein müssen, als die kleinen europäischen Staaten. Das Gegenteil war aber Fall. Der wirtschaftliche Erfolg eines Landes hängt ab von seinem Abgabensystem, vom Fleiß der Menschen, von ihrer Ausbildung, von der Qualität des Staatsapparates. 98 Prozent aller Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes ausmachen, ruhen in dem Lande selber.

      Damit mir nicht meine Titel aberkannt werden hier der Link zum Interview:
      http://www.krone.at/Welt/Thilo_Sarrazin_Griechenland_muss_den_Euro_verlassen-Krone-Interview-Story-324748

  • 24.01.2013, 15:22 UhrRettungswahnsinn

    HB:Viele Katalanen fühlen sich nicht als Spanier, da ihre Kultur und Sprache über Jahrzehnte unterdrückt wurde.

    ++++

    Die Kultur und Sprache unterdrückt, soso. Und wie sieht die finanzielle Seite aus? Hat Katalonien durch die Abspaltung von Spanien finanzielle Vorteile?

    Liebe Katalonier, hört auf unseren Obereuopäer Gauck und dessen salbungsvolle Worte. Bedenkt, Ihr seid alle Europäer, und Euch deshalb in Liebe zugetan, und damit fällt Euch die Solidarität mit den Europäern außerhalb Kataloniens, also auch mit den Spaniern leichter.
    Die Deutschen haben das verinnerlicht, die zahlen gerne für "Europa" und am allerliebsten für die Länder der Eurozone, und das sogar dann noch, wenn sie dafür beschimpft werden, oder ihnen selbst ein finanzielles Desaster droht.

    Ihr seid doch in erster Linie Europäer, und nicht Spanier oder gar Katalonen, oder etwa nicht? Euroa über alles!
    (Ironie aus)

    • 24.01.2013, 16:17 UhrJan

      Guten Tag,

      es ist mehr, als man sieht. Katalonien ist eine starke Wirtschaftskraft. Viele katalanische Unternehmen exportieren Weltweit (z.B. 80% der Produktion von Freixenet geht im Ausland)
      Das wäre ein Aspekt: Spanien zieht teilweise Katalonien in den roten Zahlen. Spanien bleibt Stur und gibt keine Möglichkeit, dass Katalonien sich weiter entfaltet. (Beispiel gescheiterte Finanzpakt letztes Jahr)
      In anderen Zeiten in der keine Krise gab, war es aber nicht besser.

      Das ist nicht alles: Katalonien hat eine eigene Sprache, Kultur, Literatur und Geschichte und das seit Jahrhunderten. Das alles wurde nicht erfunden um die Spanier auf die nerven zu gehen. ;-) Es ist Realität.
      Ich glaube eher weniger, dass die heutige katalanischer Generation auf die Zeit der Franco-Diktatur beharrt. Viel mehr geht es darum, dass viele fühlen, dass man nicht frei ist die eigene Sprache und Kultur in die eigene Region auszuleben.

      Desweiteren hat man Angst, dass die katalanischer Sprache und Kultur verschwindet. z.B durch die überzahl von spanischsprachiger Menschen in Katalonien. (hat das mit Nationalstolz zu tun? Ich sehe es nicht so)
      Viele Migranten, die nicht im Land aufgewachsen sind, sprechen nur gebrochenes Spanisch aber kein Katalanisch.

      Dazu kommt es, dass die spanische Regierung den erscheint erweckt nicht zu verstehen, dass Katalonien selbst mehr als eine Region ist, oder so fühlt m.M.n. eine Mehrheit der Katalanen.

      So wird seit jahrzehnten von der zentral Regierung Sachen versucht, wie letztens die spanische Sprache in den Schulen aufzuzwingen. Nach dem Motto, hier ist Spanien und wird gemacht, was wir wollen ob es Euch gefällt oder nicht. Das sind einige Gründe, warum ein Volk die <<nicht Abhängigkeit>> sucht.

      Es ist kompliziert.. Ich kann es nur aus meine Sicht erzählen, weil ich selber Ursprünglich von dort komme.

      Übrigens ich liebe Deutschland und bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen. Ich arbeite weiter dran.

    • 24.01.2013, 17:08 Uhrmerxdunix

      @Jan
      Es ist wohl immer etwas komplizierter, als es uns die Medien vorsetzen. Will der Deutsche doch mehrheitlich lieber leicht verdauliches, sensationelles und das möglichst mit vorgefertigter Meinung. Da muss man dann nicht so viel selber denken, was auch nicht gerade einfach ist, wenn man den ganzen Tag Irrsinn erfährt. Ihr Kommentar ist daher sehr erhellend, zumal deutlich wird, dass Katalonien sich nicht abspalten will, sondern sich eher als nie zu Spanien gehörig fühlte. In diesem Punkt erscheint die EU auch mal ganz nützlich zu sein und ich könnte mir vorstellen, dass die deutschen Bundesländer unter dem Dach der EU auch viel besser ohne unsere Bundesregierung und dem Bundestag zu Recht kommen würden. Hinzu kommen noch die immensen Einsparungen bei der Abschaffung dieses selbstgefälligen Apparates.
      Deshalb interessiert mich sehr, was Sie als Ex-Katalane konkret an Deutschland lieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihre Liebe zu Deutschland vorbehaltlos und umfassend ist.

  • Die aktuellen Top-Themen
Steuer-Affäre: Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Medienberichten zufolge soll sich Uli Hoeneß mit Aktien der Deutschen Telekom verspekuliert und Millionen Euro verloren haben. Damit hätte die T-Aktie neben den tausenden Kleinanlegern auch ein prominentes Opfer.

Pjöngjang: Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Trotz Sanktionen testet Nordkorea erneut Kurzstreckenraketen, nachdem Pjöngjang bereits Raketen in östliche Gewässer feuerte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die Tests als Provokation. Die Lage ist angespannt.

Anti-Euro-Partei: AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

Der Vorsitzende der AfD-Partei Bernd Lucke will nun nicht zurück zur D-Mark, sondern ist für einen Euro-Ausstieg der südeuropäischen Staaten. So könnten die Süd-Länder allmählich wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.

Handelsblog Bringt die Bürokraten in Erklärungsnot!

Die Regierung feiert sich. Mal wieder. Das Bundeskabinett hat den Bericht des Normenkontrollrates verabschiedet. Klingt abstrakt? Hat aber ganz praktische Bedeutung, denn es geht dabei um den von allen geforderten Abbau von Bürokratie. Die... Von Florian Kolf. Mehr…

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International