Spanien-Rettung

Euro-Zone erwägt Kauf spanischer Anleihen

Von der Immobilienkrise gebeutelt, sind Spaniens Banken auf Milliarden angewiesen. Die Länder der Eurozone wollen nun angeblich mit Geld aus dem Rettungsfonds spanische Anleihen kaufen, um die Krise einzudämmen.
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Die Eurozone hat sich bereit erklärt, 100 Milliarden Euro in Spaniens Rettung zu investieren. Quelle: dpa

Die Eurozone hat sich bereit erklärt, 100 Milliarden Euro in Spaniens Rettung zu investieren.

(Foto: dpa)

BerlinDie Euroländer erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, mit Hilfe des Rettungsfonds EFSF spanische Staatsanleihen von privaten Banken zu kaufen und so die Zinsen für das südeuropäische Land zu senken. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte einen EU-Diplomaten mit den Worten: „Falls Madrid einen Antrag stellt, sind wir bereit zu handeln.“ Man hoffe, damit die Märkte zu beruhigen.

Die Rendite für am Markt gehandelte zehnjährige spanische Anleihen beträgt zurzeit über sieben Prozent. Manche Experten gehen davon aus, dass Spanien die hohen Risikoaufschläge nicht dauerhaft bewältigen kann und als gesamtes Land internationale Hilfen in Anspruch nehmen muss.

Bislang wurden der Regierung bis zu 100 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds EFSF zugesagt, um marode Banken in dem Land zu sanieren, das noch immer unter einer geplatzten Immobilienblase und einer hohen Arbeitslosigkeit leidet. Die Europäische Zentralbank hatte bereits Staatsanleihen von Problemländern in der Eurozone gekauft. Dieses Programm ruht aber gerade. Sollte Spanien oder ein anderes Land Anleihenkäufe durch den EFSF beantragen, müsste in Deutschland der Bundestag das Vorhaben billigen.

  • rtr
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40 Kommentare zu "Spanien-Rettung: Euro-Zone erwägt Kauf spanischer Anleihen"

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  • El sindicato de inspectores de tributos españoles (gestha) siempre apunta recomendaciones completamente acertadas para sacar a España de la crisis pero esas recomendaciones parece que al gobierno le cuesta tomarlas con la suficiente rapidez y decisión por miedo a las encuestas electorales y por presiones en el propio partido político. Hay 450000 políticos en España (300000 más que en Alemania) y solo hay 25000 inspectores de tributos en España. Seria necesario convencer al gobierno español de la necesidad de convocar otros nuevos 25000 empleos de inspector para acercarse a los 150000 inspectores tributarios que hay en Inglaterra.

  • LOS 40 CANALES DE TELEVISION EN ESPAÑA NO CONTIENEN SUFICIENTES INFORMATIVOS SOBRE LA CRISIS NI CONCIENCIAN A LA POBLACION ESPAÑOLA DE QUE HAY QUE TRABAJAR MAS.
    Los aproximadamente 40 canales de television digital gratuita en España casi no contienen informativos que conciencien a la población sobre la gravedad de la crisis del euro y la necesidad de trabajar más y mayor disciplina para superar la crisis. Cualquier persona que vea televisión en España puede llevarse la impresión de que no existe ninguna crisis. El gobierno español deberia promover INMEDIATAMENTE la obligación de emitir una cuota mayor de horas de informativos en los canales de televisión así como promover campañas de denuncia anónima de fraudes, evasión e impuestos, incivismo, fraudes del impuesto del valor añadido (IVA), fraudes de Impuesto de empresas (IS).

  • Also noch mehr Geld nach Spanien? Haben 100 Milliarden nicht gereicht?

    Gehen wir das Thema konstruktiv an!

    Es heißt, man wolle Zeit kaufen. Kein Problem! Dafür gibt es bereits Finanzprodukte: SWAPS!

    Die Anleihen werden gekauft und per Termin an den Verkäufer zurück verkauft. Für die "geparkten" Anleihen werden Sicherheiten gestellt. Ein ganz einfaches Geschäft.

    Ist das Geschäft aber nicht so einfach abwickelbar, ist äußerste Vorsicht geboten. Anders usgedrückt: Hände weg von solchen Deals.

    Werden solche Deals dennoch getätigt, sollten die Verantwortlichen in die persönliche Haftung genommen werden. spätestens dann sind viele Geschäfte nicht mehr erforderlich.

    Das größte Problem i.S. Eurokrise liegt wohl darin, daß die, die über die Gelder entscheiden, keine Haftung haben, den Wert ihrer Taten nicht "begreifen" (können).

  • Mein Eindruck ist, dass die nördlichen Schuldenländer der Eurozone den Dammbruch im Rettungswahn nicht mehr verhindern können und sich hoffnungslos überfordern. Die Bonität auch Deutschlands wird in dem Strudel untergehen. Höchste Zeit das noch werthaltige Kapital aus diesen Ländern in Sicherheit zu bringen, bevor es alle tun…

  • Mein Eindruck ist, dass die nördlichen Schuldenländer der Eurozone den Dammbruch im Rettungswahn nicht mehr verhindern können und sich hoffnungslos überfordern. Die Bonität auch Deutschlands wird in dem Strudel untergehen. Höchste Zeit das noch werthaltige Kapital aus diesen Ländern in Sicherheit zu bringen, bevor es alle tun…

  • Außerdem: Die Länder der Eurozone wollen nun angeblich mit Geld aus dem Rettungsfonds spanische Anleihen kaufen.
    Es sind nicht die Länder, sondern die hochverräterische Regierung!
    Das Volk will das in seiner breiten Mehrheit NICHT!!!!

  • Dieses Gemähre um die Rente ist doch Schwachsinn. Wer 40 Jahre einbezahlt hat, soll gehen können, und wer noch länger einzahlen will, und einen guten Job hat, den er auch noch mit 70 ausführen will und kann, der soll das tun können. Außerdem hat Frankreich eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, da ist es tatsächlich sinnvoller, die Alten aufs Teil zu schicken, die sowieso kaputt sind, und die Jungen arbeiten zu lassen.
    Neid ist eine der dümmsten menschlichen Eigenschaften, der zwar den Konsum fördert, aber der immer noch andere niedrige Instinkte im Schlepptau hat, und so gesellschaftliche und monetäre Disharmonien zum Wohle der "Herrschenden" fördert.
    Diejenigen, die mit diesem Gefühl losgehen und sagen, Respekt, da will ich mich auch hinarbeiten, sind wohl deutlich in der Minderzahl.
    Im übrigen gehen in Deutschland rund 40% vor dem 65. Lebensjahr in eine Rente, vorher gibts noch Erwerbsminderung und diverse andere Renten, bis zum echten Ruhestand/Altersrente. Der Durchschnitt lag/liegt, bin jetzt zu faul zum googlen, bei ca. 54 Jahren Renteneintritt.
    Auch weil der Arbeitsmarkt sowieso automatisch ab 50 selektiert.

  • Das wird auch so kommen mit dem Anleihekauf und die Volkskammer der BRD im Reichstag, wird es mit großer Mehrheit zum Wohle des deutschen Volkes mittragen.

    Ist schließlich Alternativlos und eine Sache von Krieg und Frieden. Stirbt der Euro, stirbt Europa um es mal mit der Staatsratsvorsitzenden des ZK Frau Merkel zu sagen.

    Seid bereit

  • Man könnte platzen vor Wut. Wenn ich das schon lese, "Märkte beruhigen", da bekomm ich den Hassknecht.

    "Märkte beruhigen" ist eine Umschreibung für Banken und Investoren mit Geld versorgen, dass beim Fussvolk eingesammelt wird. Ach nee, moment, das Fussvolk bürgt ja nur, das Geld ist also erst in ein paar Jahren fällig. Deshalb merkt Max Mustermann noch nicht, wie verheerend diese Rettungspolitik ist, und sieht deshalb auch keinen Anlass, sich aufzuregen.

    Tatsächlich ist der von Frau Wagenknecht gemachte Vorschlag alternativlos.

    (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sahra-wagenknechts-konzept-zur-euro-rettung-a-845862.html)

    Die Frage ist nur, ob man das relativ zügig und geordnet durchzieht, oder auf den Knall wartet, der seiner Natur nach ungeordnet und chaotisch ablaufen wird. Da kann dann das Messer in der Hand wertvoller sein als die Millionen auf dem Konto.

  • "Ich hätte gerne 100 Milliarden Euro Kredit und dann einen Schuldenerlass von sagen wir mal 70 Milliarden"

    Wo ist denn Ihr Problem? Das können Sie in Deutschland doch in 7 Jahren hinbekommen. Sie brauchen nur jemanden der Ihnen in guten Zeiten Geld leiht, und in schlechten Zeiten zurück haben will, dann bemühen Sie das Privat-Insolvenz-Recht. Kommen Sie während dieser Zeit nur nicht auf die Idee, Ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern zu wollen.

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