Spanien
Russland-Sanktionen kosten EU mehr als 20 Milliarden Euro

Spanien gilt als ein EU-Land, das den Sanktionen gegen Russland kritisch gegenübersteht. Außenminister García Margallo warnt vor „hohen Kosten“ – und nennt erstmals eine konkrete Zahl.
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BrüsselDie EU wird durch ihre Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt nach spanischen Angaben selbst bereits wirtschaftlich hart getroffen. „Die EU hat bisher 21 Milliarden Euro verloren“, sagte der spanische Außenminister José Manuel García Margallo am Montag beim Treffen mit seinen Kollegen in Brüssel.

Der geplante Ukraine-Gipfel diese Woche in Minsk sei nun „die letzte Gelegenheit“ vor einer weiteren Verschärfung der Sanktionen, die für alle EU-Mitglieder „hohe Kosten“ verursachen würden. Angaben zur Herkunft der Zahl machte der Politiker allerdings nicht. Ein Sprecher der EU-Kommission wollte sie zunächst nicht bestätigen.

Die EU hat wegen des Ukraine-Konflikts seit Ende Juli eine Reihe von Wirtschafts- und Finanzsanktionen verhängt. Sie betreffen insbesondere den Banken-, Energie- und Rüstungsbereich. Im Gegenzug hat Russland einen Einfuhrstopp für europäische Agrarprodukte verhängt.

Spanien gilt als eines der EU-Länder, die einer möglichen Ausweitung von EU-Strafmaßnahmen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sehr kritisch gegenüberstehen. Es war nun das erste Mal, dass aus den Reihen der EU eine Gesamtzahl für die Einbußen durch die Russland-Sanktionen genannt wurde. Im Jahr 2013 lag das gesamte Handelsvolumen bei Waren mit Russland laut EU-Kommission bei 325 Milliarden Euro. Der Wert der Warenexporte aus EU-Ländern belief sich dabei auf knapp 120 Milliarden Euro. Russland war damit der viertgrößte Exportpartner der EU.

Der weit überwiegende Anteil bei den Ausfuhren entfiel 2013 mit fast 108 Milliarden Euro auf Industriegüter. Landwirtschaftliche Produkte schlugen mit fast 12 Milliarden Euro zu Buche.

Nach Angaben des Außenhandelsverbands BGA haben die Sanktionen gegen Russland und die dortigen Währungsturbulenzen 2014 die deutschen Unternehmen rund sechs Milliarden Euro gekostet. Im laufenden Jahr soll das Russland-Geschäft um weitere 15 Prozent einbrechen, so die Prognose.

Agentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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