Spanische Exklave Ceuta
200 Migranten überrennen Grenze

186 Menschen ist es gelungen, von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta vorzudringen. Sie überrannten die überraschten Wachleute. Vier Flüchtlinge verletzten sich und müssen behandelt werden.
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Madrid/CeutaFast 200 Migranten haben am frühen Montagmorgen die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta gestürmt. Sie hätten die Wachleute überrascht und plötzlich den Grenzposten überrannt, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Insgesamt 186 Menschen sei es gelungen, auf spanisches Territorium vorzudringen, vier seien dabei verletzt worden und müssten behandelt werden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit.

Die Art des Ansturms sei sehr ungewöhnlich, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“. Normalerweise versuchten Migranten, den acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Grenzzaun zu überwinden, der Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet trennt. Erst Anfang August war es 67 Afrikanern so gelungen, die EU zu erreichen. Allerdings gibt es dabei auch immer wieder viele Verletzte, weil die Grenzbeamten versuchen, die anstürmenden Menschen abzuwehren oder diese aus großer Höhe von dem doppelten Zaun springen.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das war sozusagen ein Überraschungsangriff. Vielleicht sollten die Spanischen Behörden härtere Maßnahmen in Erwägung ziehen, wie z.B. den Einsatz privater Sicherheitsdienste. Die sind auch besser ausgerüstet. Die jetzt geflüchteten Jugendlichen Afrikaner sollte man postwendend zurück nach Marokko schicken und Marokko dafür etwas zahlen.

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