Spanisches Baskenland
ETA bedroht Unternehmen

Die baskische Terror-Organisation ETA hat Unternehmer im spanischen Baskenland mittels einer Serie von Erpresserbriefen bedroht. Darin werden die Firmen zu Schutzgeldzahlungen aufgefordert, da sie ansonsten in das Visier der Terror-Gruppe geraten könnten.

HB BILBAO. Wie die Zeitung "El País" am Samstag berichtete, verlangten die Separatisten in den Schreiben Geldsummen in Höhe von 30 000 bis 130 000 Euro. Wer die geforderten Beträge nicht zahle, laufe Gefahr, zu einem Ziel von Anschlägen zu werden, drohte die ETA.

Die Untergrundorganisation finanziert sich größtenteils mit der Erpressung von "Schutzgeldern" bei baskischen Unternehmen. Die Gelder werden im Jargon der Separatisten als "Revolutionssteuer" oder "Beitrag zur Befreiung des Baskenlands" bezeichnet.

Der spanische König Juan Carlos hatte erst kürzlich die baskischen Unternehmer dafür gelobt, dass sie sich der Erpressung durch die ETA widersetzten. Als die ETA zuletzt im Juni eine größere Menge von Erpresserbriefen verschickt hatte, ließ der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón allerdings mehrere renommierte Firmenchefs festnehmen. Die Unternehmer standen im Verdacht, Gelder an die ETA gezahlt und damit die Terroristen finanziell unterstützt zu haben. Es ist weitgehend unbekannt, wie viele Unternehmenschefs den Forderungen der ETA nachgeben und wie viele sich widersetzen.

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