Spannungen verschärfen sich
Ruanda wirft Kongo Angriffsabsichten vor

Der Außenminister von Ruanda hat der kongolesischen Regierung vorgeworfen, Ruanda angreifen zu wollen. Der Kongo habe bereits Soldaten an der Grenze stationiert und ruandische Rebellen bewaffnet.

HB BERLIN. Der ruandische Außenminister Charles Muligande hat der Regierung des Kongo vorgeworfen, einen Angriff auf Ruanda vorzubereiten. Damit haben sich die politischen Spannungen zwischen den beiden südafrikanischen Staaten weiter verschärft. Kongo habe Soldaten an der Grenze stationiert und bewaffne ruandische Rebellen, die nach dem Völkermord vor zehn Jahren über die Grenze geflohen seien, sagte Muligande.

Unter den Kämpfern des Kongo seien auch Mitglieder der früheren Streitkräfte und der extremistischen Interahamwe-Miliz, die bei dem Massaker in Ruanda eine zentrale Rolle spielte. Diese Entwicklung bedeute «eine starke Bedrohung für unser Land», erklärte der Minister.

Die kongolesische Regierung wies die Vorwürfe hingegen als «Erfindungen» zurück. Anfang des Monats hatte der kongolesische Präsident Joseph Kabila Ruanda vorgeworfen, in Rebellenaktivitäten in Ostkongo verwickelt zu sein. Ruanda hat dies zurückgewiesen.

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