Sparen im Pentagon
US-Streitkräfte streichen fliegendes Raketenabwehrsystem

Wegen Lücken in der Finanzierung, so ein Medienbericht, stellt das Pentagon ein lasergestütztes Verteidigungssystem ein. Bereits fünf Milliarden Dollar wurden in das System investiert. Nun kommt es auf einen Parkplatz.
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Los AngelesDie US-Streitkräfte haben ein lasergestütztes Verteidigungssystem nach mehr als 15 Jahren Entwicklungsarbeit eingestellt. Wie das Amt für Raketenabwehr am Mittwoch mitteilte, wird das „Airbase Laser Test Bed“ - eine mit einem Laser bestückte Boeing 747 - ab sofort am Boden bleiben. Als Grund nannte eine Sprecherin des Programms gegenüber der „Los Angeles Times“ Lücken in der Finanzierung.

Bis auf Weiteres werde das Flugzeug auf einem Luftwaffenstützpunkt im Staat Arizona geparkt. Das Pentagon hat etwa fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) in die Entwicklung des Systems investiert. Trotz des erfolgreichen Abschusses einer Rakete bei einem Test im Jahr 2010 hatte der damalige Verteidigungsminister Robert Gates das Konzept als hochgradig fehlerhaft kritisiert.

Im Januar gaben die USA bekannt, sie wollen bei den Militärausgaben in den kommenden zehn Jahren fast eine halbe Billion Dollar einsparen. Unter dem Eindruck einer dramatisch tickenden US-Schuldenuhr kündigte Verteidigungsminister Leon Panetta drastische Ausgabenkürzungen an: „Das ist der Test, ob es bei der Reduzierung des Defizits ums Reden oder Handeln geht.“

Es sollen Tausende Stellen gestrichen, Kampfschiffe stillgelegt und weniger Geld bei der Beschaffung ausgegeben werden. In den kommenden zehn Jahren sollen die Ausgaben um 487 Milliarden Dollar zusammengestrichen werden.

Zugleich werde die amerikanischen Militärpräsenz in Europa drastisch heruntergefahren: Zwei der gegenwärtig vier Brigaden in Europa sollen gestrichen werden, bekräftigte Panetta.

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Kommentare zu " Sparen im Pentagon: US-Streitkräfte streichen fliegendes Raketenabwehrsystem"

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  • Also ob da tatsächlich bei den US-Verteidigungsausgaben gespart wird, wird sich erst zeigen. Das deutsche Verteidigungsministerium hatte dies zwar ursprünglich auch auf Druck der öffentlichen Meinung angekündigt, aber rausgekommen ist an Sparerfolgen bei der Bundeswehr bisher nicht viel und so dürfte der jetzige deutsche Bundesverteidigungsminister letztlich als gescheitert angesehen werden, da er den Militärlobbyisten bereitwillig nachgelaufen ist.

    Ähnliches wird sich sicherlich auch im US-Pentagon abspielen; und falls die Republikaner im Herbst Obama schlagen sollten, dann dürfte dieser Sparwille bei den Militärausgaben schnell verschwunden sein.

    Daher ist es den USA zu wünschen, dass Obama die Wahlen erneut gewinnt, damit zumindest in den kommenden Jahren ein wenig gespart wird bei den Militärausgaben.

    Die USA geben viel zu viel Geld für Ihr Militär aus und man kann nur hoffen, dass unter Obama dies sich ändert: viel Hoffnung hat man da zwar nicht, aber unter den Republikanern erst Recht nicht.

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