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Spargesetz: Neuanfang beginnt mit Krawallen

Die Innenstadt Athens gleicht einem Trümmerfeld. Während der Abstimmung über das Sparpaket hatten sich in der Nacht Demonstranten heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Griechenland ist erschüttert.

Athen / Berlin Über dem Athener Syntagma-Platz vor dem Parlament hingen dicke Wolken aus Tränengas. Vor dem griechischen Parlament hatten Demonstranten in der Nacht etliche Feuer gelegt - viele trugen Gasmasken oder hatten das Gesicht vermummt. Einige warfen Brandbomben oder Steine. Die Bereitschaftspolizei bildete eine Kette vor dem Parlamentsgebäude und setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein. Griechenland hat die schlimmsten Ausschreitungen seit Jahren hinter sich.

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"Wir haben enorme Schäden“, sagte der Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Giorgos Kominis im Fernsehen. Die Hauptstraßen Panepistimiou, Stadiou, die Einkaufsstraßen Athinas und Ermou und der zentrale Syntagmaplatz vor dem Parlament sahen am Montagmorgen wie ein Trümmerfeld aus. Das griechische Parlament hatte in der Nacht das neue harte Sparprogramm mit eine klaren Mehrheit gebilligt.

Das verabschiedete Gesetz sieht drastische weitere Ausgabenkürzungen vor. Die mit EU und dem IWF ausgehandelten Ausgabenkürzungen sind eine zentrale Voraussetzung für ein zweites internationales Hilfspaket von 130 Milliarden Euro. Trotz zahlreicher Abweichler war eine Mehrheit für die von Konservativen und Sozialisten getragene Regierung erwartet worden.

Bildergalerie Athens Innenstadt ist verwüstet

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Die Debatte war von schweren Ausschreitungen bei Protesten in der Hauptstadt Athen und in Thessaloniki überschattet worden. In beiden Städten gab es schwere Zusammenstöße mit der Polizei. Mindestens 80 Menschen, darunter 30 Polizisten, wurden verletzt.

In Athen waren Ampeln sowie Tische und Stühle von Straßencafés von jugendlichen Randalierern mit Baseballschlägern zertrümmert worden. Mindestens 45 Geschäfte wurden in Brand gesetzt, darunter auch etliche historische Gebäude. Auch Kinos, Banken und eine Cafeteria wurden verwüstet.

Die Müllabfuhr und dutzende Mitarbeiter der Stadt arbeiteten am Morgen auf Hochtouren, um die Trümmer zu beseitigen. 45 Gebäude wurden nach Feuerwehrangaben angesteckt. Einige davon brannten völlig aus. Zahlreiche Läden und Banken wurden schwer beschädigt und geplündert, dutzende Ampeln zerschlagen. Empörte Händler standen am Morgen ratlos vor den Trümmern ihrer Geschäfte. Alle Parteien des Landes verurteilten die schweren Ausschreitungen und machten „dunkle Kreise“ für das Chaos.

  • 13.02.2012, 19:08 Uhrhardy

    @rapid

    schon okay, da macht man mal einen billigen Scherz und da fällt einem diese heimtükische Tastatur in den Rücken.

  • 13.02.2012, 14:27 UhrAnonymer Benutzer: Rapid

    @hardy

    "gute alte Zeit2. Das war wohl ein freudscher Vertipper.
    LOL

  • 13.02.2012, 14:22 UhrAnonymer Benutzer: Radek

    In der Hauptsache richtig was Sie sagen. Nur wie ist diese Konvergenz herzustellen? Mit einer Fisakalunion wohl kaum. Das sind Träumereien.
    Der Knackpunkt ist der Einheitseuro, der in einem dafür suboptimalem Währungsraum istalliert wurde. Der Einheitseuro muß zurückgeführt werden auf einen Kern-Euro und freie nationale Währungen für die Peripherie- Staaten, wenn man nicht neben dem Kern-Euro einen Peripherie-Euro haben will.
    Wie das zu bewerkstelligen wäre, ohne dass das Gesamtkonstrukt kollabiert, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
    Zuerst steht wohl der unvermeidbare Griechenland-Bankrott ins Haus. Dann wird man weiter sehen wenn Portugal Schlagseite bekommt und das Spiel seinen Fortgang nimmt.

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