Sparkurs „Griechenland kann nicht überfordert werden“

Erst die Peitsche, jetzt das Zuckerbrot. Nach dem Wahlsieg der griechischen Parteien, die die Rettungspakete befürworten, signalisieren immer mehr Politiker eine Lockerung des Sparkurses. Auch Deutschland ist dafür.
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Börsen erleichtert über Ausgang der Griechenland-Wahl

Führende Politiker aus dem Euroraum haben Bereitschaft zur Lockerung der Sparmaßnahmen für Griechenland signalisiert. Nach dem Wahlsieg der griechischen Parteien, die die Rettungspakete befürworten, richtet die Eurozone ihr Augenmerk nun darauf, die anderen 98 Prozent der Euroraum-Wirtschaft vor der Krise zu bewahren.

Nach den gestrigen Wahlen muss “schnell” eine neue griechische Regierung zustande kommen, schrieben die Euroraum- Finanzminister in einer Stellungnahme. Das Wahlergebnis gibt der Nea Dimokratia die Möglichkeit, eine Koalitionsregierung zu bilden.

Ob Griechenland mehr Zeit für die Umsetzung seiner Reformen erhält, wird nach Angaben von Bundesaußenminister Guido Westerwelle vom Urteil der internationalen Troika abhängig sein. Es habe wegen des Wahlkampfs Verzögerungen bei der Umsetzung gegeben, sagte Westerwelle im Deutschlandfunk. Die Troika aus EZB, EU-Kommision und IWF werde nun sehr schnell nach den Parlamentswahlen von Sonntag nach Athen reisen. "Wir sind bereit, über den Zeitplan zu reden", betonte er. "Aber die Reformvereinbarungen stehen nicht zur Disposition." Diese müssten in der "Substanz" umgesetzt werden. Es gehe nun in ganz Europa darum, die Haushaltskonsolidierung durch einen Wachstumspakt zu ergänzen.

Das betont auch Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter. Allerdings deutete er an im ARD-Morgenmagazin auch an, dass die EU dem Land entgegenkommen könnte. "Gleichzeitig ist uns klar, Griechenland kann auch nicht überfordert werden", betonte der CDU-Politiker.

Der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) sagte, Griechenland sei mit dem Wahlergebnis einen großen Schritt weiter. „Die Grundvoraussetzung für eine konstruktive Kooperation, nämlich sich zu bekennen zu den Vereinbarungen (...), das war ja das, was notwendig war“, sagte er am Montag im Deutschlandfunk. Auf dieser Grundlage könne man jetzt über mögliche Erleichterungen und Nachbesserungen reden. Er gehe davon aus, dass es noch in dieser Woche eine Regierungsbildung geben werde.

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Griechen wollen nachverhandeln
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9 Kommentare zu "Sparkurs: „Griechenland kann nicht überfordert werden“"

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  • Nur die Griechen nicht überfordern, die fünfmal so viel verdienen wie die Slovaken, die Esten etc. Diese Länder sollen dafür bluten. Wiederlich!

  • An all !

    Meckern, meckern, meckern, aber bitte weiter "Mutti" wählen.

    Und kommt mir nicht, die anderen sind aber noch schlechter.

    Weil ich mir kein Bein brechen lassen will, lasse ich mir lieber den Arm brechen. Das ist wirklich ein tolle Logik von ideologisch degenerierten und geistigen Dünnbrettbohrern. Wie wäre es denn mal nach einer Möglichkeit zu suchen, wo einem nichts gebrochen wird.
    "HÄ, gibts doch gar nicht und außerdem bin ich zu beschränkt und Faul nach Alternativen zu suchen !"
    Genau solche Hirninvaliden brauchts, damit der Politbetrieb uns alle weiter verarschen kann.

  • Im Laufe der Geschichte sind viele Hochkulturen untergegangen so wird auch die griechische Kultur untergehen ,die alten Ägypter oder Mayas und Inkas hatten keine Hilfen in Form von hunderten Milliarden EUROS die in der Aegeis versanken.In Griechenland dem Mutterland der Demokratie kann man genau sehen in welche Richtung sich Demokratie entwickeln kann.

  • Zwischen nichts tun und überfordert werden ist ein großer Unterschied. Und ausser Reden kam von den Griechen nocht nicht viel Konstruktives rüber. Man wird weiter voll auf den Tropf der EU bauen und den Staat darüber finanzieren.

  • So wird Europa verspielt. Bye bye.

  • Was ist denn mit Ländern wie Deutschland und Polen die trotz Krise gute Wirtschaftswerte aufweisen ?

    Die werden bestraft und das Geld Ländern wie Griechenland in den Rachen geworfen.

    Das ist doch Sozialismuss pur, die EUDSSR brauchen wir wie ein Loch im Kopf.

    Wirtschaftlichen Handeln muss gefördert werden und unsinniges unterbunden, genau diese Funktion über der Zins aus.

    Eine Zementierung von Misständen in Europas Schurkenstaaten mit Deutschen Geld ist skandlös und mittefristig zum Scheitern verurteilt.

  • Griechenland - und damit auch ein Großteil der Griechen - lebt weiterhin über seine Verhältnisse. Dies soll vom Ausland bezahlt werden. Den Willen, seine Leensverhältnsse an die eigenen wirtschftlichen Möglichkeiten anzupassen, gibt es nicht. Hilfe zur Selbsthilfe wird als Anrecht auf Daueralimentierung angesehen.

  • Bitte ? Ich denke Deutschland kann nicht überfordert werden. Abmachungen und Vereinbarungen sind dafür da das man sie einhält - und nicht Monate später in Frage stellt.

    Das Gemurkse und das Dilemma 3.0 geht weiter, wir werden uns solange "wund" blechen, bis unsere Regierung unseren Wohlstand verprasst und die Rentenansprüche komplett getilgt hat.

    In den nächsten Tagen geht die Kiste genauso weiter wie die letzten 2 Jahre.

    An Idiotie und Inkompetenz in der Sache ist diese Nummer beim besten Willen und Wollen nicht mehr zu überbieten.

  • Was bedeutet das jetzt? Hurra wir machen so weiter wie bisher. Aber wir lockern die Bedingungen ein bisschen.....es ist unglaublich. Diese Politikspinner glauben tatsächlich, dass es auf diesem Weg zu schaffen ist und die Griechen brauchan ab jetzt nicht mehr zu jammern. Sie wollten es so.
    OK, zahlen wir also weiter. Aber mit Symphatie kann man jetzt nicht mehr rechnen.

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