Sparmaßnahmen
Portugal kündigt neue Milliardenkürzungen an

Wenn neuerliche Steuererhöhungen nicht möglich sind, müssen Ausgabenkürzungen her. So argumentiert Portugals Finanzminister Gaspar. Nur die Dienste, für die der Bürger zahlen wolle, könnten auch geleistet werden.
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LissabonDas Euro-Krisenland Portugal hat für den Zeitraum zwischen 2014 und 2016 neue Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung in Höhe von insgesamt 4,7 Milliarden Euro angekündigt. Damit wolle man garantieren, dass die mit den Geldgebern vereinbarten Sanierungsziele erfüllt würden, sagte Finanzminister Vítor Gaspar am Dienstag in Lissabon. Da neue Steuererhöhungen ausgeschlossen schienen, müsse man die Ausgaben kürzen. Der Staat könne nur diejenigen Dienste leisten, für die der Bürger zu zahlen bereit sei, fügte Gaspar an.

Wie der Minister vor der Kommission für Haushalt und Finanzen des Parlaments erklärte, werden sich die neu beschlossenen Kürzungen in den nächsten Jahren auf 2,8 Milliarden (2014/1,7 Prozent der Wirtschaftsleistung), 700 Millionen (2015/0,4 Prozent) sowie 1,2 Milliarden Euro (2016/0,7 Prozent) belaufen.

Nach einem Veto des portugiesischen Verfassungsgerichts gegen mehrere Sparbeschlüsse des Etats 2013 hatte Lissabon jüngst neue Ausgabenkürzungen von rund 1,3 Milliarden für das laufende Jahr beschlossen. Die geplanten Maßnahmen will man im Detail erst in der zweiten Maihälfte bekanntgeben.

Mit den Kürzungen will die Mitte-Rechts-Regierung von Pedro Passos Coelho die Freigabe der neuen Tranche aus dem 78-Millionen-Euro-Hilfspaket sichern, die die EU, die Europäische Zentralbank und der Internationalen Währungsfonds Portugal 2011 zur Abwendung eines drohenden Bankrotts gewährt hatten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sparmaßnahmen: Portugal kündigt neue Milliardenkürzungen an"

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  • Alles, was den Euro anbelangt, ist .... auf einem GUTEN WEG -
    also WEG mit dem Euro, dann ist alles GUT!

  • HB Artikel >>> die Freigabe der neuen Tranche aus dem 78-Millionen-Euro-Hilfspaket <<<
    Sollte wohl Milliarden gemeint sein.

    Und Portugal ist auf einem "guten Weg" deshalb muss jetzt am Einsparpotential schon wieder mal nachgebessert werden, neben der Streckung der Laufzeit um 7 Jahre die beim Treffen der Finanzminister wohl vereinbahrt wurde.

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