Sparpaket
Griechenland treibt Privatisierungen voran

Athen will sich in nächster Zeit von mehreren großen Staatsbeteiligungen trennen - darunter die Häfen Piräus und Thessaloniki sowie der Hauptstadtflughafen. So hofft die Regierung, endlich relevante Summen zu erlösen.
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AthenGriechenland bereitet derzeit eine zweite Privatisierungswelle vor, um mit den Einnahmen die Staatschulden zu reduzieren. In den kommenden Monaten sollen einige bedeutende Vermögenswerte und Beteiligungen zum Verkauf ausgeschrieben werden, kündigte der Chef der für Privatisierungen zuständigen Agentur HRADF, Yannis Emiris, am Dienstag an. Unter anderem will sich das Land von zwei seiner größten Häfen - Piräus und Thessaloniki - sowie vom Flughafen Athen trennen. Auch die Wassergesellschaft Thessaloniki Water steht auf der Liste.

Die Trennung von Staatseigentum ist ein wichtiger Bestandteil der Sanierung des Haushalts. Bislang sind die Bemühungen aber eher schleppend verlaufen. Die Einnahmen aus dem Verkauf staatlicher Firmen oder Anteile belaufen sich seit Mai 2010 auf lediglich rund 1,6 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sparpaket: Griechenland treibt Privatisierungen voran"

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  • Sie schreiben heute, dass sich Griechenland von zwei seiner größten Häfen - Piräus und Thessaloniki - trennen will. Wie ich gelesen habe, ist das teilweise schon längst geschehen mit schlimmen Folgen, die auch hätten erwähnt werden sollen, d.h. der Großteil der Hafen-Anlagen von Piräus sind schon längst in chinesischer Hand, werden von nach Griechenland geholten billigsten chinesischen Hungerlohn-Arbeitskräften "bewirtschaftet", da die griechischen Arbeiter gegen alle Gesetze "rausgeschmissen" wurden. Chinesen gehen jetzt ihren eigenen Interessen nach - nicht den griechischen, wie es mal mit den "Rettungs-Geldern" vorgesehen war. Alle Gewinne gehen nach Cina oder auf die Konten der Kredit-gebenden Finanz-Giganten. Und von wem müssen jetzt die arbeitslosen Griechen am Leben erhalten werden..? Von den "Rettungsgeld"-Gebern natürlich, zu denen ja bekanntlich auch Deutschland gehört..! Ist das nicht eine tolle EU..!? Für mich ist das nur noch als eine "Organisierte-EU-Kriminalität" zu bezeichnen..!
    Ich erwarte vom Handelsblatt, dass mehr Hintergründe und Machenschaften aufgezeigt werden..! Die Bürgerinnen und Bürger haben nämlich langsam die Schnauze voll..!

  • Das Problem in Griechenland ist dass sich durch die vielen staatlichen Betriebe viel zu viele an den Schaltstellen selbstbedient haben, so lange das Füllhorn "Schuldenmacher" noch funktionierte war das kein Problem, aber jetzt will man wieder bei den Kleinen sparen und nicht bei den überflüssigen 15000 Staatsposten. Jeder 4. Grieche ist indirekt in einer staatlichen Stelle beschäftigt, das sind oft Leute, die nichts produzieren, aber super Gehälter erhalten. Da müsste der Sparstift angesetzt werden. Ins eigene Fleisch schneiden sich aber weder die Staatsbediensteten noch die Elektrizitaetsbetriebe, usw. aber nicht gern.
    Wenn Staatsbetriebe privatisiert werden, dann faellt wenigstens der ganze Schmu mit den Gefälligkeitsposten und Zweigleisigkeiten weg.
    Es ist eben ein harter Weg, wenn man merkt über Jahre hinweg über die Verhältnisse gelebt zu haben und sich dann noch aufregt, wenn man von den Geldgebern zur Sparsamkeit und Verhältnismäßigkeit der Leistungen aufgefordert wird.
    Liebe Griechen schaut Euch bitte um was man in anderen Ländern für Euere Gehaelter für Leistungen bekommt, erst dann habt Ihr das Recht etwas fuer Euch zu reklamieren, was Euch angeblich zusteht, das betrifft natürlich ebenso Euere gewerkschaftlich "wohlerworbenen" Rechte.
    Ihr braucht Euch nicht wundern, wenn Euch niemand mehr Geld gibt!!.......

  • "Die Mutter aller Streiks" droht Fotopoulos, Chef der DEH-Gewerkschaft an, wenn die DEH privatisiert werden sollte. Die DEH ist der Stromversorger GR's. Die dort in überaus großer Zahl Beschäftigten erhalten sehr gute Gehälter, die besser Positionierten sogar sagenhafte Gehälter. Fotopoulos selbst ist längst Millionär - mit großer Bewunderung für Che Guevara, Ho Chi Minh usw.
    "Mutter alles Streiks"... das bedeutet: Hebel runter, Strom aus.
    Viel Spaß, liebe potentielle Investoren, mit den griechischen Gewerkschaften.

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