Sparpaket-Streit
Griechische Abgeordnete verlassen Koalition

Politischer Trubel in der Krise: Zwei griechische Abweichler sind im Sparstreit aus der Regierungskoalition ausgeschieden. Regierungschef Samaras warf zudem einen abtrünnigen Politiker aus der eigenen Fraktion raus.
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AthenWegen des Streits um das neuen Sparpaket haben zwei Abweichler der griechischen Regierungskoalition den Rücken gekehrt. Giannis Michelogiannakis aus Kreta sei aus der Fraktion der Demokratischen Linken ausgetreten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Athens am Montag. Nur wenige Stunden zuvor hatte Ministerpräsident Antonis Samaras den Abgeordneten Nikos Stavrogiannis aus der Fraktion seiner Partei Nea Dimokratia (ND) verwiesen, weil dieser sich offen gegen die neuen Sparmaßnahmen gestellt hatte.

Die Koalition aus der ND, der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken (Dimar) verfügt mit 176 der 300 Abgeordneten im Parlament weiter über eine klare Mehrheit. Die Koalitionsregierung will im November weitere Sparmaßnahmen durch das Parlament bringen, um die Forderungen der internationalen Gläubiger zu erfüllen.

Athen soll ein Sparpaket im Umfang von 13,5 Milliarden Euro vorlegen, damit die die internationalen Gläubiger die dritte Kredittranche über 31 Milliarden Euro aus dem insgesamt 130 Milliarden Euro schweren Hilfspaket für Griechenland freigeben. Erst am Mittag war bekannt geworden, dass das griechische Defizit im vergangenen Jahr noch höher als erwartet ausgefallen ist.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • @ Mazi,
    die reale Untreue bedingt von uns drei alles klar desto mehr schule?
    Unverständlich?

  • Man muss die Frage stellen, ob Griechenland überhaupt (noch) kontraktfähig ist?

    Es wäre wahrscheinlich besser, wenn sich Griechenland irgendeinem EU-Staat beitritt und die eigene Souveränität aufgibt. Sie sollten sich ein Beispiel an Deutschland bzw. an der ehemaligen DDR nehmen. Das heißt doch bei weitem nicht, dass Griechenland nicht alsbald ebenso die beiden höchsten Staatsämter in diesem übernehmenden Staat einnehmen könne und nicht so weiter machen kann wie zuvor.

    Merkel und Gauck sind doch die lebenden Beispiele dazu.

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