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SPD-Finanzexperte: Macht Platz für Peer

Er ist „einfacher Bundestagsabgeordneter“ mit internationalem Renommee: In Harvard erklärt der mögliche SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Euro-Krisenpolitik. Und er lässt keinen Zweifel: Er könnte es besser. 

Wenn er redet, hören die Entscheider zu: SPD-Mann Peer Steinbrück wirbt für sich und seine Ideen. Quelle: Reuters
Wenn er redet, hören die Entscheider zu: SPD-Mann Peer Steinbrück wirbt für sich und seine Ideen. Quelle: Reuters

CambridgeEr ist immer noch gefragt. Seit mehr als zwei Jahren ist Peer Steinbrück nicht mehr Deutschlands Finanzminister, aber wenn er in die USA reist, da hören ihm alle zu. US-Finanzminister Timothy Geithner, IWF-Chefin Christine Lagarde, Weltbank-Präsident Robert Zoellick, hunderte Besucher auf seinen Vorträgen. In Europa wütet die Euro-Krise, und alle wollen wissen, was der SPD-Politiker dazu zu sagen hat. Schließlich war er eine Schlüsselfigur in der Abwehr der großen Finanzkrise 2008/2009, mit Krisen kennt er sich also aus.

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Und so kann Steinbrück auch an diesem Freitag an der Elite-Uni Harvard zeigen, was er drauf hat. In fließendem Englisch und ohne Manuskript erklärt er locker in fünf Minuten die Euro-Krise, die nach seinem Mantra natürlich gar keine Euro-Krise ist. Es sei vielmehr eine „Refinanzierungs-Krise einzelner Staaten aus unterschiedlichen Gründen“: In Griechenland seien es die hohen Schulden, in Spanien die Immobilienblase. Portugal habe ein Wettbewerbsproblem, und in Irland hätten sich die Banken übernommen („crazy“).

Ohne Gnade Wenn Peer Steinbrück Klartext spricht

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Für Steinbrück ist das heute ein angenehmer Termin. Er ist einer der Hauptredner einer Konferenz zum Thema „The German Angst of Leadership“, die deutsche Furcht also, Führung zu übernehmen. Steinbrücks Vortrag heißt „Die Rolle Deutschlands in der Euro-Krise“ - aber es geht hier auch um die Rolle Steinbrücks in der Euro-Krise. Wie würde er die Sache anpacken?

Im Moment ist der SPD-Politiker offiziell nur einfacher Bundestagsabgeordneter, aber dabei soll es nicht bleiben. Vielleicht wird er ja 2013 Kanzlerkandidat. Oder gar Kanzler. Für Steinbrück also gibt es keine Führungs-Angst: Er würde, so wirkt es, lieber heute als morgen wieder zupacken. Macht Platz für Peer. 

So wie damals im Herbst 2008, als er als Finanzminister mit Kanzlerin Angela Merkel den verunsicherten Deutschen ihre Spareinlagen garantierte und so einen möglichen Sturm auf die Banken verhinderte. „Das hat gewirkt“, erinnert Steinbrück das Publikum. Genauso hätten es „Merkozy“ (er benutzt das Wort tatsächlich) und andere EU-Politiker nun auch zu Beginn der Euro-Krise machen sollen. „Hätten sie gemeinsam vor der Presse gesagt, wir garantieren für griechische Staatsanleihen, wäre das ein starkes Signal gewesen“, sagt Steinbrück.

  • 01.03.2012, 11:16 UhrAnonymer Benutzer: Gerhard

    Steinbrück meint was er sagt, allein er kann aus diesem Parteitrio punkten, a b e r "man" hat nun mal Merkel rangelassen und sie hat ihre Chance, dank besserer rethorischer Schulung, genutzt.
    Alles was effektiv genannt wird und in den Focus gestellt wird ist sinnvoll, (fast) egal von wem.
    A_usbildung wieder nahe an der Produktion,ach Verwaltung
    A_rbeit schaffen,bestehen lassen.Freistellungen waren Fehler
    A_lter muß angemessen versorgt sein.Derzeit Trend zu Alterssiechtum
    A

  • 19.02.2012, 19:15 UhrAnonymer Benutzer: Irrsinn_mit_Methode

    Na ja, im Web ist das Du üblich, das diskreditiert niemanden. Allerdings missverstehen viele das Du als Einladung zum Ausstieg aus der sachlichen Debatte und als Einladung zur Gossensprache. Das stößt ab, statt zu überzeugen.
    Zu den vulgärmarxistischen Argumenten hier: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Die Steuern müssen nicht rauf, sondern runter, nur dann wächst der allgemeine Wohlstand. Nur so kann man die in D explodierende Schwarzarbeit und das Ausbluten des Mittelstands stoppen. Wenn all die Schwarzarbeiter wieder Steuern zahlen würden, würde das erheblich mehr bringen als eine noch stärkere Enteignung der Reichen, die dann zudem schlicht ihre Gelder aus D abziehen und ihren Wohnsitz wechseln. Und man muss durch entsprechende Maßnahmen die Mieten senken und mehr in Bildung investieren statt Asoziale durch üppige Alimentierung zu einer noch stärkeren Kinderproduktion zu animieren, wodurch dann nur noch mehr nicht integrationsfähige, arbeitsunwillige und gewaltbereite Jugendliche entstehen, deren im bildungsfernen Umfeld nicht geförderte Intelligenz zudem bereits im Kindesalter durch Alkohol und Drogen dezimiert wird. Dass die Leistungselite D in Strömen verlässt, während immer mehr Leistungsbezieher nach D strömen und sich hier massenhaft vermehren, sollte zu denken geben.

  • 19.02.2012, 18:48 UhrAnonymer Benutzer: atinak

    @Rapid: Steinbrück ist für mich weiß Gott nicht wählbar, nur Merkel, die dem antidemokratischen und verfassungswidrigen ESM durchwinkt, der Deutschland den Rest geben wird, eben auch nicht. Bin auf der Suche nach intelligenten Alternativen; vielleicht mausert sich die "Partei der Vernunft" oder das "Bündnis Bürgerwille" o.ä. Lese gerade mit großem Interesse "Die geheimen Ängste der Deutschen" von Gabriele Baring, wo die psychologischen Gründe für den Selbstvernichtungskurs der Deutschen aufgedröselt wird.

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