Spekulationen um Absage
Designierter US-Minister für Innere Sicherheit will Amt nicht übernehmen

Der frühere Polizeichef von New York, Kerik, steht doch nicht als künftiger Minister für Innere Sicherheit der USA zur Verfügung. In einem Brief an Präsident Bush begründete er seine Absage.

HB BERLIN. Rückschlag für US-Präsident George W. Bush: Der von ihm als Minister für Innere Sicherheit nominierte frühere Polizeichef von New York, Bernard Kerik, hat die Übernahme des Amtes überraschend abgelehnt. Für seinen Entschluß habe er persönliche Gründe genannt, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, am späten Freitagabend.

Das Weiße Haus veröffentlichte Brief einen Brief Keriks an Bush. Darin gibt der 48-Jährige an, dass er es derzeit nicht verantworten könne, den Posten zu übernehmen. Er bat zugleich um Verständnis, dass er «diesem Aspekt der Lage» nicht früher Rechnung getragen habe. Nähere Angaben zu seinen «persönlichen Gründen» machte Kerik nicht.

Nach Einschätzung politischer Beobachter spielten möglicherweise Vorbehalte aus den Reihen der Republikaner gegen Keriks Nominierung eine Rolle. Zudem sei er Mitglied im Aufsichtsrat der Waffenfirma Taser, was eine Übernahme des Amtes fragwürdig hätte machen können.

Kerik war Chef der New Yorker Polizei, als Attentäter am 11. September 2001 mit Flugzeugen das World Trade Center zum Einsturz brachten. Er leitete damals die Rettungsmaßnahmen. Ihm war auch die Zuständigkeit für den Aufbau der irakischen Polizei übertragen worden. Er unterstützte Bush vor dessen Wiederwahl am 2. November im Wahlkampf.

Kerik war von Bush am 3. Dezember als Nachfolger des ausscheidenden Minister für Inner Sicherheit Tom Ridge nominiert worden.

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