Spionage-Affäre weitet sich aus

Dutzende US-Spione in deutschen Ministerien

Ein Doppelagent des BND sorgte zuletzt für einen Eklat zwischen Deutschland und den USA. Nun könnte sich der Skandal ausweiten: Mehr als ein Dutzend deutsche Regierungsmitarbeiter sollen für die CIA spionieren.
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Das CIA-Hauptquartier in Langley, Washington: Von hier sollen auch Aktionen in deutschen Ministerien koordiniert worden sein. Quelle: dpa

Das CIA-Hauptquartier in Langley, Washington: Von hier sollen auch Aktionen in deutschen Ministerien koordiniert worden sein.

(Foto: dpa)

BerlinDie Affäre um mutmaßliche US-Spione in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise noch umfangreicher als bisher angenommen. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe mehr als ein Dutzend Regierungsmitarbeiter in Deutschland als Quellen geführt, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Betroffen sind laut dem Blatt vor allem die vier Ministerien Verteidigung, Wirtschaft, Innen und Entwicklungshilfe. Letzteres sei für die CIA von Interesse, weil über das Entwicklungshilfeministerium verdeckte BND-Operationen im Ausland liefen.

Viele der US-Spione arbeiteten schon mehrere Jahre für den US-Geheimdienst, berichtete die "Bild am Sonntag" weiter. Aufgrund der aktuellen Debatte fänden derzeit aber keine Treffen zwischen den Spionen und der CIA in Deutschland statt. Darüber hinaus werde von den US-Diensten geprüft, ihre Agentenführer in die US-Botschaften nach Warschau und Prag zu verlegen und von dort aus operieren zu lassen.

Erstmals haben sich demnach auch US-Stellen gegenüber der Bundesregierung zu den Spionagevorwürfen gegen einen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums geäußert. Es bestehe keine nachrichtendienstliche Verbindung zu dem Mitarbeiter, hieß es.

Laut dem Blatt haben die deutschen Nachrichtendienste offenbar bereits auf die Enthüllungen reagiert: Der US-Geheimdienst habe registriert, dass mehrere Botschaftsmitarbeiter seit einigen Tagen von Spezialisten des Bundesamtes für Verfassungsschutz observiert werden, hieß es demnach aus US-Geheimdienstkreisen.

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9 Kommentare zu "Spionage-Affäre weitet sich aus: Dutzende US-Spione in deutschen Ministerien"

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  • Hier ein alter Artikel von mir:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/deutsche-investoren-und-verbraucher-brauchen-eine-effiziente-rohstoffboerse-warentermingeschaefte-verstaerken-den-druck-auf-den-us-dollar/2447196.html

    Reichen die Angaben?

  • Um Ihr Vater zu sein, bin ich zu jung.

  • Die Anmerkung bezog sich auf den Artikel!


  • Wenn es damals einen Russischen Spion in der Naehe von Willi Brand gab , ist Brand zurueckgetreten.Was koennte Merkel anders machen nach dem auffaelligen grossen Schweigen in der NSA-Spitzel-Abhoeraffaire ??? Bei Merkel ist der ganze Staatsaparat unterwandert von US-Spionen

  • Herr Manfred Zimmer meinten Sie mich?!

    Ich, Baujahr 60 im Westen geboren und aufgewachsen, nur mein Pseudonym hier im Handelsblattforum ist weiblich, ich bin durch und durch Mann, 1981 mit Überzeugung in der Bundeswehr gedient. Heute würde ich allerdings als junger Mann keinen Fuß mehr in eine Kaserne setzen, egal was diese Weicheier und NATO-huren anbieten würden!

    Es ist eigenartig, schon früher als junger Mann unterstellte man mir oft, je nachdem wo mein gegenüber selbst politisch verordnet war, bei mir das genaue Gegenteil. Es gab tatsächlich linke Spinner die mich als Nazi und knallharte Neofeudalisten bis verkappte Nazis die mich als Kommunisten verunglimpfen wollten. Auch damals habe ich nur laut über solche Stusser gelacht und mir einen Spaß daraus gemacht sie in aller Öffentlichkeit lächerlich zu machen, - auch Vorgesetzte.

    Am “liebsten“ ist mir allerdings das Gutmenschengesockse, die für jeden den sie habhaft werden können ein angepasstes Erziehungsprogramm verordnen möchten, nur sie selbst genießen den Unfehlbarkeitsstatus und sind tatsächlich aber die größten und verlogensten Menschen- und Weltverbieger.

    Und, was sind Sie denn für “Einer“?!

  • "Dutzende US-Spione in deutschen Ministerien"

    Je mehr die Ministerien von Spionen unterwandert sind, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Spione enttarnt werden.

    Wie soll ich denn jetzt nur Pofalla und Friedrich oder de Maizière nur einordnen?

  • Ich werde an das alte Vokabular von sogenannten "Bruderstaaten" erinnert.

    Ist das ein Zufall oder nur Unachtsamkeit in der Berichterstattung.

    Vermutet hatte ich es schon, aber ich war unsicher.

  • die amerikanischen geheimdienste(alledings nicht nur diese) bilden einen staat im staate und treiben die administrationen vor sich her
    es ist ihnen egal ob unschuldige oder täter sterben müssen
    solang sie ihre macht demonstrieren
    sie züchten die kriegsgegner(sadam, bin-laden, maliki) selbst heran
    wie sie ticken ist gut ersichtlich
    am fall des prof. ad.-h. frucht aus berlin

    wer also noch glaubt oder gar behauptet wir sind deren freunde
    der ist naiv, hörig o. einer ihrer IM`s


  • Gestern stand noch dieser Satz im Artikel:
    “Darüber hinaus werde von den US-Diensten geprüft, ihre Agentenführer in die US-Botschaften nach Warschau und Prag zu verlegen und von dort aus operieren zu lassen.“

    1. Das wäre allerdings von Warschau und Prag ein sehr unfreundlicher Akt gegenüber Deutschland und würde die EU massiv infrage stellen, nein es würde eine weitere Mitgliedschaft Deutschlands in der EU unmöglich machen, wenn sie dies zuließen!
    2. Die Amerikaner und die NATO insgesamt sollten, falls hier nicht ein massives Einlenken vonseiten der USA erfolgt, dann alle Einrichtungen militärischer und geheimdienstlicher Art ebenfalls nach Warschau und Prag verlegen bzw. hier in jedem Fall abziehen müssen, - tun sie das nicht freiwillig müssen sie in einer stufenweise politischen und wirtschaftlichen Eskalation dazu gezwungen werden. Eine militärisches Verteidigungsbündnis zusammen mit den USA wäre dann natürlich unter diesen Bedingungen ebenfalls absurd!
    3. Sollte auch dadurch die Fortführung und Weiterentwicklung der EU unmöglich werden, dann sollten wir alle europäischen Verträge kündigen und gegebenenfalls im Einzelfall durch bilaterale Verträge ersetzen. Um die notwendige Rohstoffsicherheit unserer Wirtschaft abzusichern, sollte dann mindestens mit Russland und Norwegen jeweils ein Sonderwirtschaftsabkommen, nur unter der Voraussetzung das Russland echte Schritte zu mehr rechtsstaatlicher Demokratie und massiver Korruptionsbekämpfung geht, abgeschlossen werden. Diese(s) Sonderwirtschaftsabkommen sollte dann mittel- bis langfristig eine Wirtschaftszone werden in der nur Staaten die eindeutige rechtsstaatliche Demokratien sind beitreten können und zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen.

    Fazit: Es muss endlich aufhören, dass von höchsten Regierungsstellen unser elender Vasallenstatus als Freundschaft bezeichnet wird. Diese Verlogenheit ist widerwärtig!

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