Spitzenkandidat zur Europawahl
Juncker will einen europaweiten Mindestlohn

Noch fünf Wochen bis zur Europawahl – und langsam gehen die Politikerversprechen los. Ausgerechnet der Spitzenkandidat der Konservativen fordert einen europaweiten Mindestlohn: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“
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BraunschweigDer Spitzenkandidat der konservativen Parteien bei der Europawahl, Jean-Claude Juncker, hat einen europaweiten Mindestlohn gefordert. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Mindestlohn überall“, sagte er bei der Eröffnung des Europawahlkampfs der niedersächsischen CDU am Samstag in Braunschweig. Juncker, der früher Chef der Euro-Gruppe und luxemburgischer Premierminister war, verwies auf das Beispiel seines Landes: In Luxemburg existiere ein Mindestlohn seit Mitte der 1970er Jahre und betrage 11,50 Euro. „Das hat nicht dazu geführt, dass in Luxemburg Massenarmut und Hungersnot ausgebrochen wären.“

Zur EU-Flüchtlingspolitik meinte Juncker, die EU könne nicht allein die Armutsprobleme dieser Welt lösen, habe aber eine moralische Verpflichtung, Flüchtlingen zu helfen. Europäische Solidarität sei gefordert: „Das schulden wir der europäischen Vergangenheit.“ Einzelne Länder, wie etwa die Inselrepublik Malta, könnten diese Aufgabe nicht allein stemmen, die Flüchtlinge müssten auch auf andere europäische Länder verteilt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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