Spitzentreffen geplant Terrorwarnungen alarmieren EU-Spitze

Die mögliche Terrorgefahr für Europa beschäftigt die Innenminister auch auf europäischer Ebene. Bei ihrem Treffen an diesem Donnerstag in Luxemburg werden die EU-Innenminister mit US-Vertretern über eine mögliche terroristische Bedrohung sprechen.
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EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström ruft die EU-Innenminister zusammen. Quelle: ap

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström ruft die EU-Innenminister zusammen.

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HB BRÜSSEL. Das kündigte die belgische EU-Ratspräsidentschaft am Dienstag in Brüssel an. Ein Vertreter von US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano werde die EU-Minister informieren, sagte der Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström.

Bereits jetzt tauschten die USA mit der EU auf höchster Ebene Informationen aus. „Wir stehen in engem Kontakt mit den USA“, sagte der Sprecher. Die Kommissarin habe mit Ministerin Napolitano telefoniert und halte weiter Kontakt. Zum Inhalt und der tatsächlichen Gefahr wollte er keine Angaben machen. Die USA hatten am Wochenende eine Reisewarnung für Europa herausgegeben.

An dem Treffen in Luxemburg wird auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) teilnehmen. Nach wiederholten ausländischen Medienberichten über Anschlagsziele islamischer Terroristen in Deutschland hatte die Bundesregierung am Montag vor Panikmache gewarnt. Es gebe keine konkreten Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Anschläge in Deutschland, sagte Innenminister de Maizière in Berlin.

Auch nach Berichten über angeblich acht getötete deutsche Islamisten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gibt es nach Einschätzung des Innenministeriums keine neue Terrorgefährdung. Es gelte die Sicherheitslage der vergangenen Tage, sagte Ministeriumssprecher Stefan Paris. Nach den USA und Großbritannien verschärfte nun auch Australien seine Reisehinweise für Europa.

Bei einem US-Drohnenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan waren nach pakistanischen Geheimdienstangaben am Montag acht deutsche Islamisten getötet worden. Ein unbemanntes Flugzeug habe zwei Raketen auf ein Gehöft im unwegsamen Stammesgebiet Nord-Waziristan gefeuert, das von den Deutschen genutzt worden sei, sagte ein Mitarbeiter des Geheimdienstes in der Region, der anonym bleiben wollte. Bei dem Angriff seien auch drei Männer aus Turkmenistan verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der Ortschaft Mir Ali. Eine offizielle Bestätigung des Berichts gab es bis Dienstagmittag nicht.

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