Sprengsatz auf Motorrad befestigt
Mindestens zehn Tote bei Anschlag in Kolumbien

In der kolumbianischen Stadt Florencia sind bei einem Bombenanschlag mindestens zehn Menschen getötet und 54 verletzt worden. Der Sprengsatz sei an einem Motorrad befestigt gewesen und kurz nach Mitternacht im Zentrum der Stadt vor einem Nachtclub explodiert, teilten die Behörden mit. Unter den Toten seien ein Jugendlicher und zwei Polizisten.

HB BOGOTA. Die Behörden vermuteten, dass es sich um die Tat der marxistischen Rebellen „Bewaffnete Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) handelte. Florencia in der Provinz Caquetá liegt in der Nähe der früheren entmilitarisierten FARC-Zone, die Anfang 2002 nach dem Scheitern von Friedensgesprächen von den Streitkräften wieder besetzt worden war. Die Guerilla ist in der Region besonders stark.

Wie in Kolumbien üblich, bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die FARC bekämpfen den Staat seit fast 40 Jahren und haben neben Autos und Motorrädern auch schon Fahrräder, Hunde, Pferde, Schweine und Fußbälle bei Bombenanschlägen eingesetzt. Die Anschläge gegen Zivilisten in größeren Städten haben sich verstärkt, seit der konservative Präsident Alvaro Uribe vor einem Jahr den militärischen Druck auf die Rebellen erhöht und sie aus vielen Städten verdrängt hat. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht.

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