Sprengstoff-Fund
Russen bestätigen Terror als Absturzursache

Drei Tage nach dem fast zeitgleichen Absturz zweier Passagierflugzeuge, wodurch 89 Menschen ums Leben kamen, haben die russischen Behörden am Freitag erstmals offiziell einen terroristischen Hintergrund bei einem der Abstürze bestätigt.

HB MOSKAU. Zumindest an den Trümmern der abgestürzten Tupolew-154 bei Rostow am Don seien Spuren des Sprengstoffs Hexogen gefunden worden, teilte der Inlandsgeheimdienst FSB am Freitag in Moskau mit. Für Aufsehen in Russland sorgte ein angebliches Bekennerschreiben eines mit El Kaida verbundenen Terrorkommandos. Bundeskanzler Gerhard Schröder will trotz des Terroranschlags am Montag zu einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin nach Sotschi reisen. In den Ferienort am Schwarzen Meer sollte auch die bei Rostow abgestürzte Maschine fliegen.

In beiden Flugzeugen habe je eine Frau mit tschetschenischem Namen gesessen, die als mögliche Selbstmordattentäterin in Frage komme, erklärten die Behörden. An der Absturzstelle der kleineren Tu-134 bei Tula bargen Retter die Leiche der Tschetschenin Amanta Nagajewa. Eines ihrer Beine sei in der Bordtoilette gefunden worden. Experten vermuteten, dass die Bomben in den Flugzeugtoiletten gezündet worden seien.

Als weiteren Hinweis auf Terror erklärte die Flugsicherung von Südrussland, die Besatzung der Tu-154 habe vor dem Absturz einen Notfall und eine Entführung signalisiert. „Nach vorläufiger Einschätzung lässt sich sagen, dass zumindest die Flugzeug- Katastrophe bei Rostow ein Terroranschlag war“, sagte FSB-Sprecher Sergej Ignattschenko.

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