Sri Lanka
Luftangriff von Tamilenrebellen auf Colombo

Tamilische Rebellen haben Colombo, die Hauptstadt von Sri Lanka, aus der Luft angegriffen. Nach ersten Berichten wurden dabei acht Menschen verletzt.

HB COLOMBO. Bei den Angriffen sei ein Regierungsgebäude getroffen worden, teilte ein Militärsprecher mit. Mindestens ein Flugzeug der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) sei über der Stadt gesichtet worden. Augenzeugen berichteten zudem über eine Explosion am internationalen Flughafen von Colombo.

Der Angriff wurde von Beobachtern als peinlich für die Regierung gewertet, da diese unlängst die Zerstörung der LTTE-Luftwaffe gemeldet hatte. Die tamilischen Rebellen kämpfen seit gut 25 Jahren für einen eigenen Staat der Tamilen im Norden der Insel Ceylon und hatten dort in den vergangenen Jahren de facto die Kontrolle übernommen. Zuletzt mussten sie jedoch heftige Verluste im Kampf gegen die Regierungstruppen hinnehmen und weite Gebietsteile räumen. Der Bürgerkrieg hat bereits mehr als 70 000 Menschen das Leben gekostet.

Tausende in Europa lebende Tamilen protestierten vor der UN-Vertretung in Genf gegen die Kämpfe in Sri Lanka. Sie riefen die Vereinten Nationen zur Intervention auf, um das Blutvergießen in ihrem Heimatland zu beenden. Die Polizei schätzte die Menge auf etwa 14 000.

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