Sri Lanka
UN fordern Untersuchung von Kriegsverbrechen

Seit zwei Jahren herrscht Friede in Sri Lanka, doch viele Einwohner des Inselstaats sind bis heute traumatisiert. Die Vereinten Nationen drängen die siegreiche Regierung jetzt dazu, Kriegsverbrechen zu untersuchen.
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New YorkKnapp zwei Jahre nach dem Ende von Sri Lankas blutigem Bürgerkrieg drängen die Vereinten Nationen Colombo zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

In einem jetzt vorgestellten UN-Bericht heißt es, die Regierung sollte endlich ernsthafte Untersuchungen einleiten und herausfinden, wer die Verantwortung für die vorgeworfenen Vergehen trage. Colombos Kampf gegen die aufständischen tamilischen Befreiungstiger von Tamil Eelam hatte nach UN-Schätzungen bis zu 100 000 Menschenleben gefordert und die Bevölkerung in dem südasiatischen Inselstaat lange traumatisiert.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon beauftragte seitdem einen Expertenausschuss mit ersten Ermittlungen und gab deren über 240 Seiten langen Bericht am Montagabend (Ortszeit) zur Veröffentlichung frei. Ban hatte der srilankischen Regierung angeboten, ihre Stellungnahme zu den Anschuldigungen parallel zu dem UN-Bericht herauszugeben. Doch Colombo reagierte nicht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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