Staatsbahn SNCF betroffen
Neue Aufrufe zum Streik in Frankreich

Schon wieder stehen den Franzosen neue Streiks ins Haus: Für die kommende Woche hat die Gewerkschaft CGT dazu aufgerufen, die französische Staatsbahn SNCF zu bestreiken.

HB PARIS. Wenige Wochen nach einem Massenausstand der französischen Eisenbahner drohen neue Streiks den öffentlichen Verkehr in Frankreich lahmzulegen. Die Gewerkschaft CGT habe für den 13. Dezember zu einer 24-stündigen Arbeitsniederlegung bei der Staatsbahn SNCF aufgerufen, berichtete der Rundfunksender France Info am Samstag. Schon zuvor hatten Arbeitnehmervertreter einen Ausstand bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP für kommenden Mittwoch angekündigt.

Im November hatte ein zehntägiger Massenstreik der Eisenbahner Frankreich in ein Verkehrschaos gestürzt. Experten schätzten die Kosten auf fünf Mrd. Euro; die Regierung spricht von 300 bis 400 Mill. pro Tag. Die Eisenbahner wehren sich gegen eine geplante Reform ihrer Rentenprivilegien. Derzeit können Lokführer zum Teil schon mit 50 Jahren in Rente gehen, ohne Abschläge hinzunehmen. Präsident Nicolas Sarkozy will die Lebensarbeitszeit der Eisenbahner von 37,5 auf 40 Jahre erhöhen.

Die Arbeitgeber haben Angebote vorgelegt, die die Nachteile der Rentenreform für die Betroffenen ausgleichen sollen. Die Bahngesellschaft SNCF stellte nach eigenen Angaben Verbesserungen in Höhe von 80 Mill. Euro in Aussicht. Derzeit verhandeln Arbeitgeber, Gewerkschaften und Regierungsvertreter über die Umsetzung der Rentenreform und einen Ausgleich für die Betroffenen. Mit den neuen Streiks wollen die Gewerkschaften jetzt den Druck erhöhen.

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