Staatsbesuch
Lissabons Denkmäler tragen für Merkel Schwarz

Protestler haben Denkmäler in Lissabon für den Besuch von Kanzlerin Merkel in Schwarz gehüllt. Bürger wurden aufgefordert, selbst schwarze Kleidung zu tragen. Mit den Aktionen protestieren Gegner gegen das „Spardiktat“.
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LissabonAnlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag in Lissabon haben Gegner der Sparpolitik Denkmäler mit schwarzen Bändern verhüllt. Rund ein Dutzend Statuen im Zentrum der Hauptstadt waren betroffen und sollten ein Zeichen der Trauer setzen. Eine Online-Kampagne rief alle Portugiesen auf, während des Merkel-Besuchs selbst schwarze Kleidung zu tragen. Zudem haben Demonstranten Plakate aufgehängt, die Merkel, Ministerpräsident Pedro Passos Coelho und EZB-Chef Mario Draghi in einem Casino zeigen mit der Aufschrift: „Wir zahlen, die spielen, die Bank gewinnt.“

Die führende Wirtschaftszeitung „Diario Economico“ beschuldigte Merkel in einem Meinungsbeitrag zudem, sie habe aus Portugal einen „ökonomischen Frankenstein“ gemacht. Das Blatt warnte in diesem Zusammenhang vor einer Abwärtsspirale.

Merkel will in Lissabon mit Coelho wie auch mit Präsident Anibal Antonio Cavaco Silva zusammentreffen. Dabei sollte es darum gehen, wie Portugal Ende 2014 wieder Zugang zu den internationalen Finanzmärkten bekommen kann. Portugal erhält seit 2011 ein Hilfsprogramm vom Euro-Rettungsschirm EFSF sowie dem IWF in Höhe von 79,2 Milliarden Euro. Das Programm läuft Ende 2014 aus.

Merkel hatte am Wochenende die anhaltend hohen Kreditzinsen für portugiesische Unternehmen kritisiert, die Investitionen faktisch unmöglich machten. Mehrfach hat sie betont, dass Portugal auf dem richtigen Reformpfad sei und die Wettbewerbsfähigkeit durch sinkende Lohnstückkosten wieder zunehme.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Staatsbesuch: Lissabons Denkmäler tragen für Merkel Schwarz"

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  • Eine schöne Utopie. Nur werden das Rothschilds und Co nicht zulassen. Und so wie die Entwicklung weltweit steht, galoppiert das Pferd in die andere Richtung.

  • NICHTS ist ZUFALL
    ALLES WAS IST , WAR GEWOLLT UND IST GEWOLLT und von WEM NICHT hatte wohl KEINE MACHT .
    Komm , es geht NICHT um Recht und Gesetz , das kann man ÄNDERN , das Recht und das GESETZ .
    MEHR GERECHT , für ALLE , sollte dabei aber ZIEL SEIN ABER NUN KENNE ZIEL : . . . = ESM .
    Frank Frädrich

    NATURGESETZE NICHT ÄNDERBAR und VON MACHT GEMACHTE GESETZE sind ÄNDERBAR aber NICHT MIT LOGIK oder WAHRHEIT sondern NUR MIT MACHT ÜBRER AMEISEN und MACHT LÄSST den der SO DENKT ALS IDIOTEN ABSTEMPELN aber WEISS . . .
    Frank Frädrich

    Ach WAS REDE ? " DIE " WELTHERRSCHAFT ZIEL , HABEN WOLLEN , IM KOPF und NICHT MENSCHEN als ERST MENSCH WERDENDE .

  • Würde der Staat, das Volk, wie es ihm eigentlich zustände, sein Geld selber aus der Luft schöpfen, und dieses ungerechtfertigte Monopol nicht den Privatbanken überlassen, hätte der Staat keine Schulden.

    Unser Geldsystem ist darauf ausgerichtet, die Menschen zugunsten der Eliten zu versklaven. Mit dem ESM wurde dieses Versklavungssystem von der BRD auf EU Ebene gehoben.

    Der Euro ist das Instrument dazu. Europa wird gerade in eine Bankendiktatur transferiert.

    Die Politiker fürchten den Zusammenbruch des jetzigen Geldsystems wie der Teufel das Weihwasser. Aus gutem Grund. Ist nämlich erst mal das Geldschöpfungsmonopol von den Privatbanken zum Staat gewandert, bräuchten wir alle keine Steuern mehr zu bezahlen.

    Diese Umstellung auf ein anderes Geldsystem wäre für die Menschheit so enorm wichtig, bedeutet es doch eine Abkehr von Willkürherrschaft, Machtmissbrauch und sinnloser Kriege.
    Wir könnten dann nämlich mit unserem Geld eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

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