Staatsbesuch
Obama will die Saudis besänftigen

Barack Obama kann jeden Verbündeten gebrauchen, der international Stütze bietet. Der US-Präsident macht deshalb nach den Gipfeln in Europa einen Abstecher nach Saudi-Arabien, um sich König Abdullah wieder anzunähern.
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RiadEs wirkt, als wolle US-Präsident Barack Obama in dieser Woche alle außenpolitischen Versäumnisse auf einmal nachholen. Erst ruft er in Den Haag sein Ziel der atomwaffenfreien Welt zurück ins Gedächtnis. Dann lässt er Russland im Krim-Konflikt aus der G8 werfen – und vermittelt nebenbei zwischen den zankenden asiatischen Alliierten Japan und Südkorea. In Brüssel und Rom versucht er, das Verhältnis mit Europa zu reparieren. Und schließlich düst er am Freitag nach Saudi-Arabien, um auch jenen Verbündeten milde zu stimmen.

Die letzte Begegnung seiner sechstägigen Reise dürfte die schwierigste werden. Das auf fünf Stunden angesetzte Treffen und Abendessen mit König Abdullah in seinem Wüstencamp wird sicher viele Streitpunkte auf den Tisch befördern. Denn um die sechs Jahrzehnte alte Partnerschaft, zu der Amerika das Sicherheitsversprechen und die Saudis preiswertes Öls beisteuern, ist es zum Verdruss beider Seiten schlecht bestellt.

Bei zahlreichen Themen haben sich zwischen Washington und Riad markante Gräben aufgetan. Syrien, Ägypten, der Iran; Menschenrechte, Israel oder Terrorismus – die Liste ist lang. Die US-Regierung lässt sich zwar öffentlich ihre Irritation kaum anmerken: Das Treffen sei „eine Möglichkeit, in eine unserer wichtigsten Beziehungen im Nahen Osten zu investieren“, heißt es im offiziellen Sprachgebrauch. Übersetzt heißt das aber so viel wie: Wir müssen jetzt dringend einiges klären.

Ein Kernpunkt ist Syrien: Als Obama den Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime als „rote Linie“ bezeichnete, dann aber dennoch nicht eingriff, als Giftgas mehr als 1000 Syrer tötete, war Riad schockiert. „Wir sahen rote Linien, die der US-Präsident zog, die mit der Zeit rosarot und am Ende ganz weiß wurden“, höhnte Prinz Turki al-Faisal, der ehemalige saudische Geheimdienstchef, später. Den USA missfällt dagegen, dass die Saudis in dem Konflikt die ein oder andere ungeliebte Rebellengruppe finanzieren.

Oder der Streitfall Iran: Saudi-Arabien liefert sich mit dem schiitischen Land ein erbittertes Ringen um die Dominanz in der Region. Vor diesem Hintergrund ist die sunnitische Monarchie empört darüber, dass die USA sich mit Teheran für Verhandlungen über dessen Atomprogramm einsetzt. Nicht nur hält sie das für vergebliche Liebesmüh'. Auch fühlt sich nicht ausreichend eingebunden. Die USA ärgern sich hingegen über Riads „Blockadehaltung“ bei dem Thema.

Ähnliche verzwickt ist die Lage bei Ägypten. Den Saudis ist ein stabiles vom Militär gelenktes Regime lieber als eine mächtige Muslimbruderschaft. Doch die Amerikaner können sich nicht zu einer pro-saudischen Haltung durchringen – oder zu irgendeiner Haltung.

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  • wer woll wohl dann noch wissen, was die Sudis wollen +++++++++++++++++++++++++

    SydneyIn Australien ist ein riesiges Schieferölvorkommen entdeckt worden - unklar ist aber bislang, ob es sich auch lohnt, es auszubeuten. Der australische Ölkonzern Linc Energy teilte mit, im Arckaringa-Becken im Süden des Landes lagerten zwei unabhängigen Gutachten zufolge an drei Stätten insgesamt bis zu 233 Milliarden Barrel Schieferöl.

    Die Analysen „weisen darauf hin“, dass die drei Gesteinsschichten „reich an Kerogen“ seien, einer Vorstufe von Erdöl und Erdgas. Das Vorkommen sei „Weltklasse“, teilte Linc Energy mit.

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