Staatsbesuch
Sarkozy bringt Milliardenaufträge aus China mit

Beim ersten Staatsbesuch von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in China sind Wirtschaftsabkommen im Umfang von rund 20 Milliarden Euro unterzeichnet worden. Vom Auftragskuchen wird sich Deutschland ein dickes Stück abschneiden können.

HB PEKING. Vereinbart wurden die Lieferung zweier Atomkraftwerke und des dazu gehörigen Brennstoffs sowie von 160 Airbus -Jets. Chinas staatliche Importgesellschaft für die Luftfahrtindustrie kauft 110 Maschinen der A320-Familie und weitere 40 A330-Maschinen. Die Flugzeuge sind noch keiner chinesischen Airline zugeteilt. Die Fluggesellschaft China Southern Airlines übernimmt weitere zehn A330-Maschinen. Ein Airbus -Sprecher gab den Listenpreis mit 17,4 Milliarden US-Dollar (11,7 Milliarden Euro) an. Die A320-Familie und der A330 werden zum Teil in den deutschen Airbus -Werken gefertigt.

Der Atomkraftwerks-Deal hat einen Umfang von acht Milliarden Euro und ist damit das bisher größte Geschäft der französischen Nuklearindustrie. Der Staatskonzern Areva soll zwei Druckwasserreaktoren des Typs EPR nahe der Stadt Taishan in der Provinz Guangdong in Südostchina errichten, die jeweils über eine Leistung von 1 700 Megawatt verfügen. Bis 2026 wird Areva die Meiler mit Brennstäben versorgen. Der EPR basiert auf Entwicklungen von Siemens und Framatome, die zusammen inzwischen als Areva NP firmieren. Ein erster Reaktor dieses Typs wird derzeit in Finnland errichtet, ein zweiter ist in Frankreich geplant.

Auch bei der Wiederaufbereitung der abgebrannten Brennstäbe wollen China und Frankreich kooperieren. Areva -Chefin Anne Lauvergeon kündigte an, dass beide Seiten den Bau einer entsprechenden Anlage in China prüfen werden. Ein solches Projekt würde 15 Milliarden Euro kosten. Areva gehört die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague in der Normandie.

Ein Geschäft ist der Kraftwerks -Auftrag auch für den französischen Energieriesen Electricité de France (EdF), dem alle 58 französischen Atomreaktoren gehören. EdF soll die beiden Meiler in China nach der Fertigstellung betreiben und mit 30 Prozent an ihnen beteiligt sein.

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