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Staatsbetriebe: Frankreich deckelt Chef-Gehälter

Um 30 Prozent kürzten sich die Abgeordneten in Frankreich die Diäten. Ähnliches erwarten sie nun auch von den Spitzenmanagern in Staatsbetrieben - und fangen mit der Abfindung des Ex-Air France-KLM-Chefs an.

Bei der Aktionärsversammlung von Air France-KLM verweigern die Anleger ihre Zustimmung zur Abfindung. Quelle: dapd
Bei der Aktionärsversammlung von Air France-KLM verweigern die Anleger ihre Zustimmung zur Abfindung. Quelle: dapd

ParisMit dem Machtwechsel im Élysée-Palast wächst der Druck auf französische Führungskräfte. Finanzminister Pierre Moscovici macht dem entlassenen Chef der französischen Fluggesellschaft Air France-KLM, Pierre-Henri Gourgeon, eine Abfindung von 400.000 Euro streitig.

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Moral und Anstand würden eine Rückzahlung des Geldes erfordern, erklärte er am Donnerstag mit Blick auf die finanzielle Schieflage des teilstaatlichen Unternehmens. Am Abend verweigerten auch die Aktionäre ihre Zustimmung zu der Prämie. Die bei der Hauptversammlung mit knapp 79 Prozent der Stimmen getroffene Entscheidung kann allerdings keine Rückzahlung erzwingen.

Frankreich

Die Abfindung war Gourgeon bei seiner Entlassung im Oktober 2011 als Gegenleistung gezahlt worden. Er hatte sich dafür verpflichtet, drei Jahre lang nicht für Konkurrenz-Unternehmen zu arbeiten. Die Abfindungssumme betrug insgesamt rund eineinhalb Millionen Euro.

Der Staat ist mit etwa 16 Prozent an Air France-KLM beteiligt. Auch bei geplanten Sonderzahlungen für Chef-Manager des Luftfahrt- und Rüstungsunternehmens Safran widersetzte sich der Staat erfolgreich als 30-prozentiger Anteilseigner.

Die am Donnerstag bei der Hauptversammlung vorgeschlagenen Regelungen wurden mit Unterstützung anderer Aktionäre abgelehnt. Demnach sollte unter anderem der Vorstandschef bei einem vorgezogenen Ausscheiden eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresgehältern erhalten.

Der neue sozialistische Präsident François Hollande hatte bereits im Wahlkampf versprochen, die Gehälter von Spitzenmanagern deutlich zu senken. Dazu soll es in Kürze auch ein Dekret geben, das vorschreibt, dass der Chef eines Staatskonzerns künftig höchstens das Zwanzigfache des niedrigsten Lohns im Unternehmen bekommen darf.

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  • 01.06.2012, 16:16 UhrPikAs

    Vor der Wahl in F gab es einen Bericht im TV, dass 2000 Unternehmer F verlassen wollen, falls Hollande gewinnt. Die Schweiz scheint bereits regen Zulauf aus F zu haben.

  • 01.06.2012, 15:15 UhrB.Giertz

    Der Ansatz ist gut, aber ich hätte eine andere Grenze gezogen.
    Es ist absolut nicht nachvollziehbar und nicht zu rechtfertigen warum der Manager eines staatlichen Betriebes ein höheres Gehalt bekommen soll als der verantwortliche Minister !
    Da sollte die Grenze gezogen werden !!

  • 01.06.2012, 15:11 UhrB.Giertz

    Es gibt mit Sicherheit in jeder Firma und in jedem Konzern gut ausgebildete fähige Leute, die diese Arbeit auch für ein angemessenes Gehalt machen würden.
    Man lässt sie nur nicht ! ; -)

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