Diskussion: Kommentare zu: Welche skurrilen Prämien die Griechen kassieren

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 29.06.2011, 07:28 UhrAnonymer Benutzer: Mannomann

    Glueckwunsch zur Stimmungsmache gegen die Griechen! Das ist ja wohl billiger Populismus a la BILD!Sollen die Griechen als autonomes Land doch machen was sie wollen. Dumm ist nur, wenn der deutsche Steuerzahler dafuer zur Kasse gebeten wird.
    Darum geht es doch! Nicht um Praemien, sonder wer bezahlt am Ende die Rechnung. Man sollte mal diskutieren wann Menschen, die im Netto Supermarkt fuer 5.25 EUR brutto in der Stunde zur Sau gemacht werden Ihren Bail-Out von unserer ehemahligen FDJ-Sekretaerin erhalten. Es ist doch enorm so eine Handwaesche-Praemie. Vielleicht sollte man das streichen. Man sollte auch streichen, dass ueber 150.000 junge Menschen als kostenlose Praktikanten ausgebeutet werden. Vielleicht sollte man da auch mal eine Handhygiene-Praemie zahlen. Wann heisst es endlich wieder "WIR sind das Volk"? Basta!

    • 29.06.2011, 11:31 UhrAnonymer Benutzer: schorschi

      "Griechen-bashing" als Ablenkungsmanöver ist doch eine prima Sache ...
      ... indem das Volk von den Griechen verlangt, "endlich den Gürtel enger zuschnallen", verinnerlicht es diesen Gedanken, und akzeptiert ihn auch für sich selbst.

      Was soll man dazu sagen:
      "ein Volk, das sich nicht wehrt -
      bekommt was es verdient"

      Das schon seit Jahrzehnten die Handelsbilanzüberschüsse per "Schuldschein" bezahlt werden - Deutschland also einer Kolonie gleich Waren liefert, ohne einen Gegenwert zu erhalten,
      wird überhaupt nie thematisiert.
      Im Gegenteil: dieser Zustand wird noch als "Exportweltmeister" frenetisch gefeiert - de facto ist Deutschland aber eine Exportkolonie, wie China eben auch.

      Nur: China wird aufgebaut; China hat einen Plan ...

      ... und was ist die "Vision Deutschland"?

      - auf der Bremse stehen;
      - ausharren;
      - Besitzstand wahren.

      Willkommen in der Eigentumsgesellschaft,
      in der Einkommen immer weniger mit der eigenen Leistung,
      dafür immer mehr mit Besitz zu tun hat.

    • 29.06.2011, 12:59 UhrAnonymer Benutzer: KSch

      Zusammenfassung:
      Der deutsche Steuerzahler bezahlt einen guten Teil der ins Ausland gelieferten Waren - klar, dass das die Industriebosse ganz toll finden.
      Es wäre aber besser, wenn mit dem Geld der Steuerzahler Produkte und Leistungen bezahlt würden, die auch bei uns bleiben bzw. bei uns erbracht werden.

    • 29.06.2011, 13:55 UhrAnonymer Benutzer: schorschi

      das wäre natürlich das Optimum.
      Investitionen in Bildung und Infrastruktur.
      Top ausgebildete Leute auf der einen Seite;
      durch kostenlosen Strom die Kosten für Transport von Gütern und Personal konkurrenzlos herunterdrücken - und die arbeitsteilige, transportintensive high-tech Industrie kennt bald nur noch einen Standort...

      ... und ohne Ausgaben für Energie und Mobilität seitens der Haushalte stiege nicht nur der Lebensstandard,
      sondern die Menschen wüssten auch, was sie von diesem Land haben und warum sie hier Leistung erbringen.

      Dies setzt natürlich auch voraus,
      daß die Steuern dort erhoben werden, wo die Erträge hinwandern.

      ... momentan "leiht" sich die halbe Welt dieses Geld,
      um sich damit ihr Handelsbilanzdefizit zu finanzieren;
      sprich: um über deren Verhältnisse zu leben.

    • 29.06.2011, 14:46 UhrAnonymer Benutzer: Mannomann

      Lieber schorschi,
      In Ihrem Beitrag liegt der Knackpunkt bzgl. Handelsbilanzdefizite. Es ist doch so, die USA haben das groesste Defizit und sind quasi genauso pleite wie Griechenland. Dennoch wird von den amerikanischen Ratingagenturen maechtig ins Horn geblasen und das schwaechste Glied in der Eurozone zum schwarzen Schaaf gemacht. Als naechster Streich wird dann ein Mario Draghi zum EZB Chef gemacht. Ein Mann, der seit jungen Jahren in elitaeren amerikanischen Zirkeln verkehrt und fuer Goldman Sachs taetig war. Wie werden da wohl die Interessen Europas gepflegt, in Zukunft? Die Strategie ist doch uralt "Teile und Herrsche" - und DIE in Berlin und Athen oder Bruessel merken sowieso nichts mehr.
      Ich finde den Vorschlag von Investitionen in Deutschland zum Aufbau von High-tech Industrien sehr schoen (nach dem Vorbild von Malaysia und Singapur etwa) aber unter der Leitung von Nichtskoennern in Berlin wird das wohl nichts. Konzentrieren wir uns doch zunaechst auf Erste Hilfe Massnahmen und das Ausschalten des amerikanischen Sabotageteams.Guten Tag Deutschland, Zeit zum Aufwachen!

  • 29.06.2011, 07:46 UhrAnonymer Benutzer: Kopfschuettel

    Etliche dieser "lustigen" Zulagen wird aus in D geben. Insbesondere die Schmutz- und Gefahrenzulagen. Oder sollen wir uns jetzt auch darüber lustig machen, dass Soldaten in einen Gafahrenzuschlag im Ausland bekommem oder "Buschgeld" wenn sie draußen übernachten? Ist doch deren Job. Was passiert denn wie die Zulagen gestrichen werden? Dann wird wohl zwangsläufig relativ schnell das Grundgehalt bei vielen steigen. Entscheidend ist doch was am Ende Netto bei den Leuten ankommt. Wie es sich zusammensetzt ist doch völlig egal.

    • 29.06.2011, 08:28 Uhrwonderland666

      ähm 7000 €uro für einen Lokführer ist aber lächerlich. Klar der hat Verantwortung, die hat ein Busfahrer aber auch, und es dürfte einfacher sein einen Zug zu fahren als einen Bus.

  • 29.06.2011, 08:39 UhrAnonymer Benutzer: Hynkelstein

    Ich empfehle, einmal den deutschen Tarifdschungel und die Rechtsprechung zu durchforsten. Da findet man jede Menge vergleichbarer Fälle. So haftet z.B. ein Kassierer nur dann für Fehlbeträge in der Kasse, wenn er ein "Mankogeld" bekommt. Kleiderzulagen und Zeitzugaben für "Rüstzeiten" sind absolut üblich. Wer mit dem Finger auf andere zeigt, sollte daran denken, dass drei Finger auf einen selbst zeigen!

  • 29.06.2011, 08:50 UhrAnonymer Benutzer: dogneva

    Der Titel ist leicht rassistisch.

    Die "Griechen" sind 10 Mio. in Griechenland und fast nochmal so viele irgendwo in der Welt ausserhalb Griechenlands.
    Sie kassieren keinesfalls die hier dargestellen Zulagen.

    Es handelt sich um viele Griechischen Staatsangestelleten und nicht um "Die Griechen".
    Sie tun mindestens 19.000.000 Griechen Unrecht mit diesem Titel.
    Solche Verallgemeinungen sind extrem populistisch und wozu sie fuehren koennen sollte man in Deutschland viel besser als anderswo auf der Welt wissen.

    • 29.06.2011, 09:03 Uhrizh000


      Wenn die Wahrheit dargestellt wird, ist das nicht rassistisch, sondern eine Tatsachenberichterstattung. Und diese sollte auch so sein. Die einzigen Aktivitäten in Griechenland ist das, was man schon lange kennt : Streiks.

      Wenn Griechenland keine externen Gelder mehr in Anspruch nimmt, können 'die' zahlen, was und an wen sie wollen. Aber solange andere die Rechnung zahlen, sollten sie auch wissen, für was.

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